"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

24.12.2016
Gewinnen und Verlieren – Ein ganz normales Jahr im Leben eines Tierschutzvereins

Liebe Tierfreunde,
das Jahr 2016 neigt sich dem Ende entgegen. Es war wieder ein turbulentes Jahr vollgepackt mit großartigen Dingen. Und mit tieftraurigen Dingen. Wir haben gewonnen und wir haben verloren. Das wollen wir zum Anlass nehmen und gemeinsam auf die letzten Monate zurück blicken.

Leise rieselt der Schnee …

… oder auch nicht. Auf jeden Fall ist der Dezember gewohntermaßen die Zeit, in der man auf das Jahr zurückblickt. Das wollen wir auch in diesem Jahr tun. Und dabei war es doch eigentlich erst gestern, dass hier ein Jahresrückblick stand. Oder? Die Zeit ist vergangen wie im Flug. Nur wenn man sich dann anschaut, was 2016 alles passiert ist, was wir mit Ihrer Unterstützung in unseren ungarischen Partnertierheimen alles stemmen konnten, wie viele Hunde in ein schönes Zuhause ziehen konnten, wie viele Transporte unsere tapferen Fahrer gemeistert haben und wie viele lieb gewonnenen Hunde uns verlassen haben, muss doch schon einige Zeit ins Land gegangen sein.

Lassen Sie uns nun gemeinsam auf die Reise durch das fast vergangene Pusztahundejahr gehen, das sich nun bald seinem wohlverdienten Ende zuneigt.

Das Jahr begann mit einer sehr erfreulichen Nachricht: Die neue Gehegereihe in Orosháza wurde fertig gestellt. Ein Sieg auf ganzer Linie. Unsere Tierheimleiterin schrieb: "Ich freue mich sehr, dass ich meine Lieben in großen Gehegen und geschützten Gebäuden unterbringen kann! Ich bin auch stolz, für mich ist das der Himmel und ein Wunder. Vielen Dank!"

Was für uns in Deutschland „Standard“ ist, ist in Ungarn absolut außergewöhnlich. So kommen immer öfter andere Tierheimleiter aus der Region in „unser“ Tierheim, um sich anzuschauen, wie man das Leben im Tierheim für die Hunde verbessern kann. Ein toller Erfolg, auf den wir ALLE stolz sein können. Denn eines ist mal ganz klar: Ohne IHRE Spenden wäre das nicht möglich. Vielen Dank allen Spendern!

Nach dem Bau eines neuen Geheges ist vor dem Bau eines neuen Geheges. Im März begannen wir daher mit dem Sammeln für die nächste Gehegereihe. Der Startschuss für den Bau fiel dann letztendlich Ende September, denn dann hatten wir ca. 50% des Geldes für den Bau beisammen. Im Jahresendspurt erreichten uns noch einige großzügige Spenden, so dass genug Geld da war, das Gehege noch vor Jahresende zu finalisieren!

Wie Sie bereits wissen: nach dem Bau ist vor dem Bau. Die vergammelte Quarantäne-Station bedürfte dringend des Umbaus. Oder besser, des Neubaus. Sie befindet sich zurzeit mitten auf dem Tierheimgelände, was, falls ein Neuzugang krank ist, sehr schlecht ist. Die Ansteckungsgefahr für die anderen ist einfach zu groß. Das haben wir in diesem Jahr mit Zwingerhusten zu spüren bekommen. Daher soll die Quarantänestation außerhalb des Tierheims neu errichtet werden. Dies schon mal als Ausblick auf 2017.

 

Und nun halten Sie sich bitte fest: Wir haben mehrere große Spenden für das nächste Bauvorhaben bekommen. DANKE an diejenigen, die an uns glauben und uns ihr Geld für den weiteren Ausbau des Tierheims zur Verfügung stellen. Wir werden Sie nicht enttäuschen.

Auch wenn die Einstellung zur Tierhaltung in Ungarn aus unserer Sicht an vielen Stellen verbesserungswürdig erscheint, so gibt es doch viele sehr sehr engagierte Tierfreunde, die sich um herrenlose Hunde kümmern und sie aus eigener Tasche versorgen. So auch ein Damen-Team aus Kondoros. Wir unterstützen die Damen mit etwas Futter und Sachspenden, wo immer es uns möglich ist. 2016 kam ein Hilferuf aus Kondoros, dass die meisten ihrer Hunde nicht kastriert seien und auch nicht gechipt, was über kurz oder lang zu Problemen mit den Behörden vor Ort führen würde. Das PPH hat daher Kastrations-Patenschaften für Kondoros gesammelt und die Kosten für die Micro-Chips getragen.

Aus Kondoros kommt auch ein junger Hundemann, dessen Schicksal uns in diesem Jahr ganz besonders bewegt hat. Der junge Mann heißt Füles und lebte eine ganze Weile in Kondoros. Bei einem Besuch dort, fiel er uns auf, weil er diverse körperlich Probleme und auch Schmerzen zu haben schien. Trotz allem war er durch und durch positiv und hat so seine Besucherinnen innerhalb kürzester Zeit um den Finger gewickelt. Die Kondoroser Damen versprachen, mit ihm in unsere Pflegestation vorstellig zu werden, was sie auch taten. Toll, wenn die Vernetzung so gut funktioniert und man sich gegenseitig auch vor Ort unterstützt!

Leider konnte man ihm in der Pflegestation nicht helfen und auch ein Besuch in Budapest bei Spezialisten brachte nichts. Also musste der junge Mann nach Deutschland. Aber wie? Und wohin? Und wer soll das alles bezahlen? Wir baten um Hilfe und bekamen sie prompt! Die Kostenübernahme für seine Behandlung wurde uns von Sabro zugesagt, eine Fahrkette wurde organisiert, eine Endstelle für den Patienten gefunden, weil einer unserer Übernehmer Freunden von Füles erzählte und die spontan bereit waren, ihm zu helfen. Einfach großartig! Der berühmte Silberstreif am Horizont war in Wirklichkeit viel mehr. Man kann sie nicht alle retten…aber unseren schwarzen Jungen haben wir mit ganz ganz viel Hilfe und Unterstützung retten können. Füles erfreut sich mittlerweile einer stabilen Gesundheit und macht seine Menschen glücklich. DANKE an alle, die dies möglich gemacht haben!

Dies war ein Dankeschön, das stellvertretend für alle Dankeschöns steht, die wir dieses Jahr aussprechen möchten. Das DANKESCHÖN für Spenden hatten wir schon. Aber dafür kann man sich nicht oft genug bedanken: DANKE, DANKE, DANKE! DANKE für Kastrations-Patenschaften! DANKE für tolle Vermittlungshilfe. Für Fahrketten. Für spontane Pflegestellen für Zurückkommer. Für alle Hilfsangebote! Für Vorkontrollen und Nachkontrollen. Fürs Mitdenken. Für Unterstützung bei den Transporten. Für alles, was unsere Hunde ein bisschen glücklicher macht! DANKESCHÖN.

Und da wir gerade beim Thema sind…DANKE auch an alle im Team. Jeder einzelne investiert viel Zeit und Liebe in die Sache. Ohne euch würde das Projekt-Pusztahunde nicht funktionieren. Ohne euch wären die über 200 Hunde, die dieses Jahr mit 9 Transporten ins Glück reisen durften immer noch in ihren einsamen Gehegen. Erst mit euch lässt sich die Hilfe von außen auch an die Hunde heran tragen. DANKESCHÖN.

Leider klappt es mit den Vermittlungen nicht immer so gut wie mit der Vermittlung von Füles und vielen anderen. Der Titel dieses Beitrags lautet „Gewinnen und Verlieren“. Wenn Füles stellvertretend für „Gewinnen“ steht, dann steht der arme Balu stellvertretend für „Verlieren“. Balu, ein sehr ängstlicher Hund, wurde, wie wir dachten, gut und sicher vermittelt, nach kürzester Zeit zurückgegeben, entlief in der Pflegestelle, ließ sich nicht einfangen, obwohl wir alles daran setzten. Schließlich wurde Balu überfahren, weit weg von dort, wo er entlaufen war. Wie unendlich traurig, dass er in Deutschland nichts anderes erlebt hat, als Angst und Flucht. Dem Verein wurde Nachlässigkeit vorgeworfen, Geldgier und vieles andere mehr. Die Schuhe, die uns passen, ziehen wir uns an und versuchen, daraus zu lernen. Es bleibt die Gewissheit, dass sich so etwas nie mehr wiederholen darf! Was nicht heißt, dass es nicht doch irgendwann einmal wieder passiert. Wir können nur alles daran setzen, aus unseren Fehlern zu lernen. Aber wir können nicht die Fehler von anderen verhindern. Solange wir Hunde vermitteln, solange wird es Gewinnen und Verlieren geben. Ob man das wahr haben möchte oder nicht.

Verloren hat 2016 auch die liebe Fürge, ein altes Hundemädchen, die gefühlte 100 Jahre im Tierheim auf ihre Chance gewartet hat. Alles war unter Dach und Fach. Aber Fürge hat sich entschieden, vorher über die Regenbogenbrücke zu gehen. Wie traurig!

Nicht nur Fürge und Balu haben uns verlassen. Wie in jedem Jahr sind auch 2016 viele weitere unserer Kameraden gegangen. Manche, weil sie alt waren, manche, weil sie krank waren. Manche hatten das Glück, eine lange oder kurze Weile in einer eigenen Familie zu leben. Manche durften dieses Privileg nie selbst erleben. Von uns gegangen sind die wilde Elza, der dreibeinige Pumukli, Dömi, der anders war als die anderen, die liebenswürdige Rozina, die quirlige Melba, der stolze Jenki, das Unikat Schoki-Janos, das „kleine Mädchen“ Janna, die immer vorbildlich auf ihre Menschen aufgepasst hat und das Anpassungswunder Venusz, um nur einige zu nennen. Wir haben für euch gehofft, mit euch gefiebert. Haben gebangt und geweint. Zu guter Letzt haben wir euch auf der Regenbogenbrücke verabschiedet. Ihr alle und auch die, die hier nicht genannt wurden: ihr lebt weiter in unseren Erinnerungen und unseren Träumen. Irgendwann einmal werden wir uns alle auf einem Familientreffen der Pusztahunde im Land hinter der Regenbogenbrücke wieder begegnen. Bis dahin lasst es euch gut gehen. Wir sehen uns!

Dafür haben andere Langzeitinsassen ihre Chance auf ein glückliches Zuhause bekommen: z.B. Morzsi, Mery, Lidi, Tomi, Bob und Arni. Und Szofi, die am aller aller aller längsten im Tierheim warten musste. Länger als jeder andere Hund. Wir dürfen mit Fug und Recht sagen, dass diese Herrschaften 2016 eindeutig auf der Gewinnerseite waren und es auch weiter sind.

Und da wir gerade von der Gewinnerseite reden…lassen Sie uns über Kiskunféleghyáza sprechen. (Intern sagen wir auch Kiskun… Versuchen Sie einmal, den Namen auszusprechen oder zu schreiben und Sie wissen, warum.) Das PPH unterstützt neben dem großen Tierheim in Orosháza auch das kleine Tierheim in Kiskun. Dort war oftmals wenig Bereitschaft zu spüren, sich weiter zu entwickeln, neue Wege einzuschlagen. Mit der neuen Tierheimführung, die es seit diesem Jahr gibt, ist dies nun völlig anders. Der Schwung und die Lust an der Arbeit mit den Hunden, ist nun überall zu spüren. Es gibt überaus engagierte Helferinnen vor Ort, die schöne Bilder und Videos machen und diese gleich für die Vermittlung vor Ort nutzen. Wir freuen uns, dass seit diesem Jahr wirklich viele Hunde in Kiskun im eigenen Land ein neues Zuhause finden. Der second-hand Hund kommt auch dort endlich in Mode.

Im Juli dieses Jahres erreichte uns ein Hilferuf aus Orosháza. Immer wieder husteten Hunde im Tierheim. Waren sie behandelt, gab es an anderer Stelle neue Fälle. Deswegen musste eine Impfung gegen Zwingerhusten her für alle Hunde. Als dies geschafft war, gehörte auch der Zwingerhusten endlich der Vergangenheit an. Eine solche Hilfe kann nur durch Ihre Spenden gewährleistet werden. Herzlichen Dank.

Zu den Vorsorge-Maßnahmen gehört auch der Schutz vor Parasiten. Dazu gibt es regelmäßig Spot-on- und Entwurmungs-Aktionen, um die Tiere vor Würmern und Flöhen zu schützen. Bei weit mehr als 200 Hunden, um die wir uns kümmern, kommt auch da so einiges zusammen.

Aber nicht nur Vorsorge ist ein kostspieliger Faktor, sondern auch die schnelle Versorgung der schwer verletzten, verunfallten oder misshandelten Hunden. Hier war es uns möglich, mit Hilfe Ihrer Patenhund-Spenden jeden Hund angemessen behandeln zu lassen. Insgesamt haben Sie uns mit mehr als 15.000 € unterstützt. Vor PPH-Zeiten mussten viele Hunde ihrem Schicksal überlassen werden oder konnten nur noch erlöst werden. Wie schön, dass dies nun ganz anders geworden ist.

Die Kastrationen, für die wir uns sehr einsetzen, sind ein sehr wichtiger Grundpfeiler im Tierschutz, um die nicht enden wollende Flut von unerwünschten Tieren einzudämmen. Aus diesem Grund sind fast alle Hunde, die wir betreuen und für die wir sorgen, kastriert. Ausnahmen sind die zu jungen, zu alten oder zu angeschlagenen Hunde, bei denen eine Kastration nicht mehr durchgeführt werden kann. Wir freuen uns daher sehr, dass so viele Menschen unseren Tierschutzgedanken teilen und gerade bei den Kastrationen so unterstützen. Durch ihre Spenden konnten wir allein im Jahr 2016 über 200 Hunde kastrieren. Und an dieser Stelle möchten wir ganz besonders unseren Forianern ein dickes DANKE aussprechen. Sehr viele Kastrations-Patenschaften kommen von dort. Man übernimmt eine Patenschaft –oder mehrere- oder teilt sich die Patenschaften. Jeder gibt bereitwillig, was er kann. Ein gutes Gefühl, wenn alle an einem Strang ziehen.

Bei den vielen uns anvertrauten Hunden kommt jeden Monat etliches an Futterkosten auf uns zu, wie Sie an dem Spendenknochen auf der Startseite sehen können. Die Summe, die sich im Laufe des Jahres ansammelt, ist schon enorm. Insgesamt haben wir für über 22.000 € Futter kaufen müssen. Leider kommt es immer öfter vor, dass der Knochen nicht ganz mit Spenden gefüllt werden kann. Wir füllen ihn dann mit Rücklagen auf, denn um alle Hunde satt zu bekommen, bedarf es monatlich ca. 1.850,00 €. Leider fehlt dieses Geld dann an anderer Stelle, z.B. für neue bauliche Maßnahmen. Jede Spende hilft! Egal, ob groß oder klein! Bitte denken Sie auch 2017 an den Bauch unserer Hunde. Es wäre fatal, wenn im Tierheim wieder mit Essensresten gefüttert werden müsste, die, weil scharf oder salzig oder zu fettig, enorme Durchfallprobleme bei den Hunden verursachen. Dank einer tollen Aktion im Forum und einigen großzügigen Spenden ist es uns –nach langer langer Zeit- für den Dezember und Januar mal wieder gelungen, den Futter-Knochen ganz mit Spenden zu füllen. DANKE an alle, die dies gemeinsam geschafft haben!!

Im Tierschutz begegnet man Lustigem und Traurigem. Aber es gibt auch Dinge, die einfach nur unfassbar sind. Diese möchten wir Ihnen nicht vorenthalten. Denn auch so etwas gehört zu unserem täglichen Brot. Hier kommen die Geschichten von Goliath und Barni.

Goliath ist ein klitzekleiner Mann, der schon als Welpe dem Tod nur ganz knapp von der Schippe gesprungen ist. Unsere liebe Kata aus Ungarn, die auch Übersetzungen für uns macht, hat ihn gepäppelt und mühevoll groß gezogen. Er war ein extrem süßes Kerlchen, so dass er schnell vermittelt werden konnte. An eigentlich freundliche Menschen, deren Familie schon andere Hunde von uns hatte. Nach einiger Zeit bekamen wir jetzt einen Anruf von einem Tierarzt. Der sollte den kerngesunden und noch sehr jungen Goliath einschläfern, weil er bissig sei. Der Tierarzt konnte nachvollziehen, woher der Hund kam und kontaktierte uns. Gott sei Dank. Wir holten Goliath ab und er kam auf eine spontane Pflegestelle. Bissig war er dort nicht mehr. Er wurde an eine gute Stelle vermittelt und lebt dort völlig problemlos und glücklich mit seinen Menschen, bis dass der natürliche Tod sie scheidet.

Und dann gibt es noch den süßen Barni. Barni fand ein schönes Zuhause. Nach einigen Monaten kontaktierte uns ein Tierschutz-Verein, der sich darauf spezialisiert hat, Hunde im Ebay zu identifizieren, die durch Tierschutzorgas nach Deutschland gekommen sind. Sie haben richtig gelesen. Ebay. Dort nämlich sollte Barni weiter verkauft werden. Er kam in eine Pflegestelle und wurde letztendlich gut weiter vermittelt.

Es bleibt zum Schluss eine Frage, die wir nicht zu beantworten vermögen. WARUM wenden sich solche Menschen nicht an uns und lassen sich helfen? Niemand wird zurückgewiesen oder verurteilt. Bitte denken Sie immer daran.

Dagegen gibt es aber auch Dinge, die wunderbar dokumentieren, dass der Tierschutzgedanke lebt. So haben drei junge Mädchen aus der schönen Schweiz ein Straßenkonzert organisiert, gespielt und dabei Geld für die Pusztahunde gesammelt. Danke euch Damen. Macht weiter so. Die Hunde in Ungarn und auf der ganzen Welt brauchen kreative und großzügige Menschen wie euch.

Im September 2016 hat das Pusztahunde-Treffen bereits zum 6. Mal stattgefunden. Es ist in jedem Jahr ein Highlight für alle Beteiligten, so viele unserer Schützlinge wieder zu sehen, ihre Familien kennen zu lernen und unsere Freunde aus dem Team und aus Ungarn zu treffen. Auch in diesem Jahr waren wieder so viele Hunde mit ihren Menschen beim Treffen, dass wir nur Danke sagen können und uns schon auf das nächste Jahr freuen! Leider wird das Treffen im nächsten Jahr nicht mehr an bewährtem Ort stattfinden, da der Pächter der Raststätte Hüttener Berge gewechselt hat und solche Veranstaltungen wie die unsere nicht mehr ausgerichtet werden. Aber wir arbeiten bereits an Alternativen, denn auf das wunderschöne Miteinander von Mensch und Hund möchten wir nicht verzichten.

„Man sieht die Blumen welken und die Blätter fallen, aber man sieht auch Früchte reifen und neue Knospen keimen. Das Leben gehört den Lebendigen an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.“

Dies wusste bereits Johann Wolfgang von Goethe zu berichten. Und so gab es auch für das PPH 2016 Wechsel. Kerstin und Iris, beide im Vorstand tätig, verließen das PPH. Ebenso Jürgen, der lange unsere HP betreut hat. Ebenso gegangen sind Edith, Helga, Silvia und Tanja als Vermittler sowie Anke. Ein jeder hatte seinen persönlichen Grund. Das eine Ausscheiden war sanft und reibungslos, das andere erfolgte mit Paukenschlag. Im Gehen teils uneinig, im –zum Teil über Jahre– miteinander arbeiten und kämpfen für ein gemeinsames Ziel jedoch immer erfolgreich in die gleiche Richtung blickend, möchten wir uns von euch verabschieden und uns bedanken bei jedem Einzelnen für das, was er für die Hunde in Ungarn geleistet hat. Lebt wohl.

Als „neue Knospen“ dürfen wir beim PPH Erika, Kai, Marion, Raphaela, Wiebke, Conni und Birte begrüßen. Herzlich Willkommen. Schön, dass ihr (wieder) dabei seid.

Nicht nur personell, sondern auch inhaltlich hat das PPH sich verändert. Seit diesem Jahr gibt es einen Menüpunkt auf unserer Homepage, der uns schon seit langem am Herzen liegt. Die Plattform für unsere „unvermittelbaren“ Hunde. Davon gibt es einige im Tierheim. Leider konnte sie bis vor kurzem niemand sehen. Nun ist das anders und die Besucher unserer Seite können ihre Schicksale mitverfolgen. Wir würden gerne mehr für diese Tiere tun. Aber leider geht das nicht, denn einige gehören der Gruppe der Kampfhunde an, andere sind zu ängstlich oder zu gefährlich oder zu alt, als dass man sie vermitteln könnte. Es ist nicht viel, was wir tun können, aber das, was geht, tun wir. Ihr habt einen großen Platz in unseren Herzen.

Leider gehört die alte Schäferhündin Ella seit kurzem in die Gruppe der Unvermittelbaren. Sie hat sich komplett in sich zurückgezogen und wird es nach Einschätzung ihrer Betreuer nicht mehr schaffen, sich neu einzugewöhnen. Wir haben das Rennen um einen schönen Platz für Ella verloren. Es tut uns Leid, altes Mädchen.

Es war ein schönes Jahr, ein stressiges, ein turbulentes, ein trauriges. Viele Siege haben wir gemeinsam mit Ihnen errungen. Einige Niederlagen erlebt. Wir würden vieles wieder genauso machen. Einiges anders. Aber Uhren kann man bekanntlich nicht zurück drehen. Eines ist aber ganz sicher. Auch im kommenden Jahr werden wir mit ganzer Kraft für das Wohl unserer Hunde kämpfen. Bitte machen Sie mit!

Zu Guter Letzt bleibt uns nur noch, Ihnen ein wunderschönes Weihnachtsfest, ein erfolgreiches und vor allem gesundes neues Jahr und einen stressfreien Jahreswechsel für Sie und Ihre Vierbeiner zu wünschen! Bleiben Sie uns auch im nächsten Jahr gewogen.

Ihr Pusztahunde-Team

 
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