"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

09.02.2017
Liebe Tierfreunde, nachdem in der letzten Zeit ein Notfall nach dem anderen auf unsere Startseite musste, kommt zur Abwechslung mal was Nettes….bevor in der nächsten Woche unser nächster Unglücksrabe, der Elvis, hier vorgestellt wird.

Szende war bereits ein altes Schätzchen, als sie in völlig desolatem Zustand in unsere Pflegestation kam. So um die 12 Jahre alt. Man konnte ihr einerseits ansehen, dass sie ein sehr hartes Leben geführt hatte. Andererseits war sie so unglaublich lieb und freundlich zu Menschen wie Tieren, was man nach einem solchen Leben vielleicht gar nicht vermuten würde, dass ihr dies ihren Namen „Szende, die Sanfte“ eintrug. Szende war über alles, was ihr in der Pflegestation „passierte“, unendlich glücklich, da es eine 100% ige Verbesserung zu ihrem bisherigen Leben in allen Belangen für sie darstellte: Genug Futter, ein warmes Plätzchen, ein bisschen Aufmerksamkeit. Glückseeligkeit!

Unsere liebe Omi hatte ausreichend Potenzial, um nochmal richtig durchstarten zu können bei netten Menschen. Und so waren wir alle hocherfreut, dass sich diese netten Menschen tatsächlich schon bald meldeten. Bei so richtig alten Hunden keine Selbstverständlichkeit. Szende durfte umziehen.

Würde sie das alles bewältigen können? Ein Haus, Menschen dauerhaft um sich herum, ein kleines neues Hunderudel, Treppen, Autofahren, glatte Böden, Spaziergänge usw. usw. Für unsere alte Maus überhaupt kein Problem!! Sie kam, sah und siegte. In jeder Beziehung. Ihre Menschen hatte sie ganz schnell „rum“. Bei den Hunden hat sie das Feld von hinten aufgerollt und sich erst mal sehr beliebt gemacht bei der extrem kritischen Rudelchefin. Für Szende-Maus alles kein Ding, denn ihre einnehmende und überaus charmante Art, die ihr alle Herzen zufliegen lässt, lebt sie nicht nur bei uns Menschen aus, sondern erobert auch alle Hundeherzen im Sturm.

Ein paar Tage nach ihrem Einzug teilte mit ihr Frauchen mit, dass Szende nun Lilo heißt:“Li“ für liebevoll und „Lo“ für lobenswert. Die schönste Namenserklärung, die ich je gehört habe. Der Name ist Programm. Auch noch nach Monaten. Zu ihren Hobbies gehört das „Hüten“ ihrer Truppe bei Ausflügen, denn schließlich steckt ein Schüßchen Colli in ihr.

Aber am liebsten ist ihr aber das, was sie auf dem nachfolgenden Bild sehr eindrucksvoll belegt. Lilo ist der rechte Popo.

Sie liebt gemeinschaftliches Mäusebuddeln. Und ist sehr gut drauf, jeden Tag neu. Ihr Frauchen sagt, dass Lilo nun seidenweiches Fell hat und sich tapfer in ihr Geschirr reingefuttert hat. Inzwischen steht sie schon mal vor vollem Napf und schüttelt den Kopf: "Nee, nee, das hier geht wirklich gar nicht, haste denn nix Besseres?" Das alte Mädchen genießt ihr Leben in vollen Zügen.

Wenn das mal nicht ein gelungenes Happy-End ist. Und da heißt es doch so oft: der Hund ist zu alt, um sich in einem neuen Leben zurecht zu finden. Unsere Omi schafft das aber locker. Und in unseren Tierheimen warten noch viele wie sie auf ihre Chance, zu beweisen, was sie noch so alles drauf haben. Trauen Sie sich. Unsere Alten sind für viele Überraschungen gut.

Ihr Pusztahunde-Team

 
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