"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

23.02.2018
Liebe Tierfreunde,
Folti ist einer von denen, die als Welpen ins Tierheim kommen, und dann von der Welt für Jahre vergessen werden. 2009 wurde er geboren und kam, zusammen mit seiner Mama Pötty, 6 Monate später ins Tierheim. Dort verbrachte er 7 lange Jahre als ängstlicher Hund, der keinen Zugang zu den Menschen im Tierheim fand. Er lebte die ganzen Jahre mit der Mama und Rudi zusammen und zumindest diese Konstante gab ihm etwas Sicherheit. 2014 schließlich wurde Pötty vermittelt und 2015 dann auch noch sein einziger Kumpel Rudi. Folti zog sich immer mehr zurück.

„Wenn man denkt, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her“…so etwas in der Art muss sich Foltis Schicksal gedacht haben, denn 2016 hatte unser Junge endlich seinen eigenen großen Auftritt: die erste Anfrage seines Lebens!!! Und es klappte. Zur Freude aller im Team durfte Folti, der Schüchterne, in sein eigenes Zuhause ziehen.

Ich habe in den ersten Tagen Anrufe erwartet, wie: der Folti hockt unter der Couch und will nicht vorkommen…oder…der Folti mag nicht Spazieren gehen…oder…er lässt sich überhaupt nicht anfassen…

Was wirklich kam, waren Nachrichten wie…alles gut bei uns…Folti kuschelt gerne…Folti ist mein Schatten…Folti hat sich uns ganz fest angeschlossen. Wie schon zuvor seine Mama Pötty und sein Kumpel Rudi hat auch Folti sich rasend schnell eingelebt und hat seine 7 Jahre Tierheim abgestreift wie einen alten Pullover, aus dem man raus gewachsen ist.

Und auch nach zwei Jahren mit seinen netten Menschen klappt es nach wie vor hervorragend. Na gut, auf gewisse „Angewohnheiten“ könnten seine Leute sicher verzichten, aber Hobbies hat der Hund von Welt nun mal, und bei Folti ist es das Schreddern von Dingen. Aber seine Familie trägt es mit Fassung und genießt Foltis grenzenlose Liebe und sein Vertrauen.

Zum Schluß lassen wir noch Foltis Frauchen zu Wort kommen. Dem habe ich dann auch nichts mehr hinzuzufügen:

„Du hast lange nichts von uns gehört und ich wollte dir gerne mal wieder erzählen, dass es Folti nach wie vor super geht:)

~Unser Alltag mit Folti~
Folti lernt immer noch von Tag zu Tag dazu, ohne Leine laufen klappt immer noch perfekt, nur, dass er mir wirklich überall hinfolgt, und das auch in einen Supermarkt… Auch Bus und Bahn fahren klappt ohne Leine, als hätte er nie was anderes getan. Seit ich ihn hab, ist er mein Schatten und ich hab ihn auch überall dabei, außer im Urlaub, eine enge Transportbox im Flugzeug alleine möchte ich ihm nicht antun. Für die Zeit ist er bei einer ganz tollen Familie, wo er seinen Prinzenstatus auch ausleben kann, und ich weiß, dass er gut versorgt ist.

~Folti und seine Freunde~
Balu, unser kleiner Wuschel ist sein siamesischer Zwilling, beide als Doppelpack, sonst geht gar nichts. Außerdem ist Folti verliebt, in Nala, ein Moppelchen aus der Nachbarschaft. Er ist wie elektrisiert, wenn er sie sieht.

~Folti überrascht uns~
Unser Flötich, so sein Spitzname, ist auch immer für Überraschungen gut, sei es, dass er einfach mal so ein Vogelbaby verspeist, was ich retten wollte und er mich nun noch mehr vergöttert, weil das super schmackhaft war…

~Folti und das liebe Essen~
Folti liebt seine Schinkenknochen, für diese lässt er auch mich aus den Augen. Und wie lässt der Herr sich nen schmatzigen Knochen schmecken? Richtig, im Bett! Aber ein Prinz darf in seinem Schloss alles!

~Folti der Katzenpapa~
Im Sommer ist eine kleine Katze eingezogen, ganz krank, ganz zierlich und ganz verliebt in Folti. Sie durfte alles bei ihm testen, wie man Beute anspringt, auf ihm rumturnen, an seiner Nase knabbern. Er hat sie machen lassen. Auch beim Essen lässt er sie vor. Folti ist einfach lieb, aaaaaber...

~Folti der Zerstörer~
Auf Foltis Konto gehen zwei Matratzen, Brillen, Schuhe, Kissen, Bettlaken, Lego... alles zerfleddert, zerkaut, zerbissen. Aber weißt du, wenn ich ihn dann so sehe, wie er auf dem Sofa liegt, seinen Schmatziknochen hat, denke ich, wie schön dass er zu unserer Familie gehört. Ich liebe ihn wirklich unfassbar!!! Ich hoffe du freust dich über meine Nachricht. Liebe Grüße“

…und wie ich mich gefreut habe.
Liebes Frauchen, lieber Flötich, macht es gut und genießt eure Zeit.
Wir werden euch sicher nie vergessen.

Euer PPH-Team.

 
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