"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

Hurka hatte ein abenteuerliches Leben. Sicherlich sind die Erlebnisse und Ereignisse dafür verantwortlich, dass Hurka hier bei den unvermittelbaren Hunden zu finden ist.
Denn Hurka ist sehr, sehr ängstlich. Wenn Betrieb im Tierheim ist, hält sich Hurka zurück gezogen in seiner Hütte auf und ist nicht zu sehen. Erst wenn die Mitarbeiter das Gelände verlassen und nur noch eine einzige Person da ist, traut er sich vorsichtig heraus. Nähert man sich dann aber seinem Gehege, flüchtet er sofort wieder in seine Hütte. Hurka lässt sich überhaupt nicht anfassen und hat große Angst vor Menschen. Dieses angstbehaftete Verhalten konnte der hübsche Rüde in den Jahren im Tierheim nicht ablegen, so dass eine Vermittlung für Hurka leider nicht in Frage kommt. Zu groß wären der Stress und die Angst für den hübschen Rüden.

Wie kann es dazu kommen, dass ein Hund solche Angst vor Menschen hat? Manchmal sind es schlechte Erfahrungen, manchmal aber auch, und das wiegt oft schwerer, sind es fehlende Erfahrungen.

Hurka kam mit seinen Brüdern Huba und Hamu in das Tierheim, als die drei noch Welpen waren. Hamu und Hurka konnten dann gemeinsam in Ungarn vermittelt werden, aber die Freude darüber währte nicht lange. Während man Hamu zurück ins Tierheim brachte, ließ man Hurka einfach laufen. So war der große Rüde lange Monate auf sich allein gestellt, er lief aus der Stadt hinaus und hielt sich auf Feldern und auf Wiesen auf, wo er immer wieder gesichtet wurde. Zu dieser Zeit hatte er auch eine Freundin, Loncsos, die später trächtig wurde und mit ihrem Wurf im Tierheim aufgenommen wurde.

Manchmal wurde Hurka über Wochen nicht gesehen, aber irgendwann tauchte er immer wieder auf. An ein Einfangen war so nicht zu denken, also wurde eine Lebendfalle aufgestellt. Aber Hurka war sehr misstrauisch, so dauerte es ganze 8 Monate, bis er endlich eingefangen werden konnte. Die lange Zeit ohne menschlichen Kontakt haben Hurka so scheu und ängstlich werden lassen. Wir können momentan nicht mehr für ihn tun, als ihn mit allem zu unterstützen was er braucht. Aber das tun wir von Herzen gern.

Denn vergessen bist Du natürlich nicht, lieber Hurka!

 
Template by i-cons.ch / namibia-forum.ch