"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)


Gombóc ist jetzt sieben Jahre alt und hat diese sieben Jahre fast ausschließlich im Tierheim verbracht. Aber auch die kurze Zeit außerhalb der Gitter war nicht einfach für sie. Ihre Mutter, eine Kaukasen-Hündin, hat sie versteckt geboren und aufgezogen. Sie hat sich liebevoll um ihre Welpen gekümmert, aber diese Zeit ohne Prägung auf Menschen hat bei Gombóc deutliche Spuren hinterlassen und ihr Leben in eine folgenschwere Richtung gelenkt: Gombóc hat Angst. Vor Menschen, vor Händen, vor unbekannten Situationen.

   

Sie war eine Zeitlang in Ungarn vermittelt, wurde aber zurückgegeben, weil sie nicht Haus und Hof bewacht, sondern sich aus Angst vor Fremden zurückgezogen hatte. Was mit Gombóc in dieser Zeit passiert ist, wissen wir nicht, aber danach war sie noch ängstlicher als zuvor. Dazu kommt, dass die schöne Hündin als Herdenschutzhund-Mix die Gene einer anspruchsvollen und nicht leicht zu führenden Hunderasse in sich trägt. Alles das hat nun leider dazu geführt, dass wir Gombóc aus der Vermittlung nehmen mussten.

   

Im Tierheim fühlt Gombóc sich wohl, für sie ist das Tierheim ihr Zuhause, ihr Heim und ihre sichere Zone. Hier kennt sie die Abläufe, den Alltag, und das gibt ihr Sicherheit. Die liebe Hündin verträgt sich außerdem sehr gut mit ihren Artgenossen, und als halbe Herdenschutzhündin liebt sie es, draußen zu sein. Manchmal kann sie sogar in den Freilauf und hat dann ein bisschen mehr Bewegung, die sie sichtlich genießt.

Wir wünschen Dir viele solcher freien Tage, liebe Gombóc.

 
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