"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)


Die liebe Kesszy hat ein bewegtes Leben hinter sich und das nicht im Positiven. Oft wurde die Hündin herum gereicht, weiter gegeben, musste einen Wurf nach dem anderen zur Welt bringen. Zwischendurch wurde Kesszy sogar in der Tötung abgeben und zum Schluss wurde sie weitab von bewohntem Gebiet an einem kurzen Strick fest gebunden und weinte tagelang vor sich hin, bis sie endlich gefunden und befreit wurde. So ist Kesszy schließlich im Tierheim gelandet. 

Dort stellte sich dann heraus, dass die nette Hündin schon wieder trächtig war und kurz darauf bekam Kesszy acht Welpen, aber nur vier von ihnen waren lebensfähig, die weiteren Kleinen wurden tot geboren. Kesszy war eine wunderbare Mutter, sehr liebevoll und fürsorglich mit ihren Kleinen. Die süßen Welpen konnten nach und nach in Ungarn vermittelt werden, aber Kesszy leider nicht. Die freundliche Hündin liebt Menschen sehr, lässt sich gerne streicheln, ist sehr freundlich, anhänglich  und verschmust. Mit ihren Artgenossen kommt die kräftige Dame aber leider nicht sehr gut aus, so dass sie meist alleine in ihrem Gehege bleiben muss. Auch die seltenen Möglichkeiten zu Spaziergängen mit Jugendlichen, die freiwillig im Tierheim helfen, sind schwierig, da Kesszy so viel Kraft hat.

Leider wird so für Kesszy das Tierheim die Endstation in ihrem Leben sein, denn als Staffordshire-Mix darf sie nicht nach Deutschland vermittelt werden. Eine Vermittlung von einem Hund wie Kesszy ist in Ungarn sehr schwierig und würde schon an ein Wunder grenzen, daher versuchen wir das Leben der lieben Kesszy im Tierheim so angenehm wie möglich zu gestalten. Dazu gehören Leckerchen, gutes Futter, medizinische Versorgung und persönliche Zuwendung, soweit es die Zeit der engagierten Tierheimmitarbeiter erlaubt und bei unseren Fahrten schauen wir auch regelmäßig nach der hübschen Hündin. Mit warmen, weichen Bettchen macht man Kesszy hingegen keine Freude, die hat sie zum Fressen gern.

Kesszy, wir denken an Dich.
 

 
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