"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)


Wo soll man bei Zserbó anfangen? Zu der quirligen Hündin gibt es eine ganze Reihe an Informationen, Bildern, Geschichten und Eindrücken.  Fangen wir einfach am Anfang an: Zserbó war geschätzt ein Jahr alt, als sie streunend im Stadtgebiet von Orosháza aufgefunden wurde. Zu dem Zeitpunkt war Zserbó in einem schlechten Zustand, schlecht ernährt und mit vielen Wunden am ganzen Körper. Im Tierheim stellte sich aber bald noch ein viel größeres Problem heraus, denn Zserbó ist mit allen anderen Hunden extrem unverträglich. Sie stürzt sich ohne Vorwarnung auf den nächstbesten Artgenossen und beißt sich fest. Zunächst war Zserbó daher in einem kleinen, engmaschig verdrahteten Gehege untergebracht, das aber sehr unzweckmäßig und viel zu klein für ihren Bewegungsdrang war. Dort konnte Zserbó beim Füttern und Reinigen leider ein-, zweimal entwischen und hat andere Hunde verletzt.

Damit das nicht mehr passiert und Zserbó mehr Platz hat, wurde für sie ein Sicherheitsgehege mit Schleuse gebaut, jetzt kann man stressfrei zu ihr hineingehen und sie hat auch viel mehr Platz. Einen einzigen Rüden hat Zserbó in ihrer Nähe akzeptiert und mit ihm viele Jahre das Gehege geteilt. Nachdem der nette Kerl vermittelt wurde, sind alle anderen Vergesellschaftungsversuche der Tierheimleiterin fehlgeschlagen, so muss Zserbó nun leider alleine bleiben. 

Und leider gehört Zserbó als Staffordterrier-Mischling ebenso zu den Listenhunden und darf daher nicht nach Deutschland vermittelt werden. Denn auch wenn die liebe Hündin zu ihren Artgenossen kein gutes Verhältnis hat, Menschen gegenüber ist sie der liebste, anhänglichste und schmusigste Hund, den man sich nur vorstellen kann. Sie trägt daher den Beinamen „Knutschkugel“ und hat auch schon einen kleinen Fanclub. Zserbó bekommt gar nicht genug von Streicheleinheiten und Zuwendung, aber dafür ist im Tierheimalltag kaum Zeit.

Vor kurzem musste Zserbó in zwei großen Operationen beide Gesäugeleisten entfernt werden, da sich Mamma-Tumore gebildet hatten. Die OPs waren schwer für die liebe Hündin, aber sie hat alles gut überstanden und ist mittlerweile zum Glück wieder ganz munter und vergnügt.

Wir können auch für Zserbó nicht mehr tun, als ihr das Leben vor Ort im Tierheim so angenehm wie möglich zu machen. Dazu gehört ihr Sicherheitsgehege, eine Gartenhütte mit Wärmelampe, eine Hundehütte mit weichem Bettchen und ab und zu mal ein besonderes Leckerchen und so viele Streicheleinheiten wir irgend möglich.   


Und Zserbó ist fest in unseren Herzen. 

 
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