"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

Am Abend des 21. März war es endlich soweit. Angelika und ich waren auf der Raststätte Hasselhöhe verabredet. Vorher lud Angelika noch an zwei Übergabepunkten etliche Spenden dazu.  Meinem Mann fiel auf, dass der Transporter zu wenig Öl hatte und so beschlossen wir bei der nächsten Gelegenheit auch noch dieses aufzufüllen.  Wir steuerten dann den Autohof Mellendorf an, um uns dort mit Petra Dietrich und ihrem Mann zu treffen.  Auch hier warteten eine Menge Spenden auf uns.  Petras Mann war dann so freundlich uns das Öl zu besorgen und aufzufüllen ( was wären wir ohne Männer ? ;-) )
Nächster Halt : Kassel !
Dort erwartete uns schon Kai, dessen relativ kleines Auto schier unerschöpfliche Spenden verbarg.  Ich fragte mich, wo da der Fahrer noch gesessen hatte...

An dieser Stelle möchte ich allen Spendern meinen Dank aussprechen.  Ohne Sie/Euch müssten wir mit leeren „Händen“ nach Ungarn fahren !  Die Spenden wie z.B. Decken, Handtücher und Spezialfutter wurden sehnsüchtig erwartet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir kamen gut voran aber schon in Österreich hatten wir einen richtigen Tiefpunkt. Wir wechselten häufig den Fahrersitz, dennoch kamen uns die letzten 400 km schier unendlich vor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Mittag kamen wir bei strahlendem Sonnenschein endlich bei Kerstin an. Es war sehr warm und wir freuten uns sooo sehr auf einen frischen Kaffee auf der Terrasse bei Kerstin und Fritz.  ( Danke Ihr beiden, es ist immer sehr schön bei Euch und so erfrischend lustig )

Einige Zeit später mussten wir dann nach Orosháza aufbrechen und nach kurzer ! Überzeugungsarbeit ;-))  übernahm dann Kerstin für die restlichen Kilometer das Steuer.  Plötzlich sahen wir einen herrenlosen kleinen Hund am Straßenrand.  Kerstin reagierte sofort und hielt den Transporter mit Warnblinker am Straßenrand. Wir stiegen aus, um nach dem Kleinen zu suchen aber zunächst war dieser verschwunden.  Dann waren es auf einmal zwei Hunde. Beide Hunde waren extrem scheu und verängstigt. Sie liefen über Bahnschienen in Richtung Felder. Angelika und Kerstin versuchten noch mit Leckerlies und viel Geduld die beiden Yorkshire-Mixe anzulocken.  Leider ohne Erfolg.  Sobald sie sich ihnen näherten, flüchteten sie auch schon.  Es wurde spät und später aber leider mussten wir dann die Suche abbrechen.

Als wir in unserem Hotel ankamen, erwartete uns auch schon die liebe Adrienn. Sie spricht hervorragend deutsch und außerdem kümmert sie sich immer rührend um unsere Belange. Wir bezogen kurz unsere Zimmer, um auch sogleich wieder einen Termin mit Icus und Éva vom Tierheim Orosháza wahrzunehmen. Wir trafen uns, um einige Dinge in aller Ruhe zu besprechen, denn am nächsten Tag hatten wir wieder eine ganze Menge zu erledigen.  Um 23:00 Uhr nach 48 Std. Schlafentzug fielen wir dann völlig k.o. in unsere Betten.

Am Freitagmorgen erwartete uns schon Michael Schwaiger am Frühstückstisch. Er war die ganze Nacht alleine durchgefahren, um uns tatkräftig zu unterstützen.  Nach dem Frühstück ging es in das Tierheim. Dort angekommen, wurden die Spenden entladen.

Wir fotografierten, katalogisierten und filmten.  Einen ganzen Fragenkatalog mussten wir abarbeiten.  Die Zeit rannte und schon hatten wir den nächsten Termin. Ein Bauunternehmer war mit uns verabredet. Unser nächstes Projekt, welches demnächst auf unserer HP vorgestellt wird, soll in Angriff genommen werden.  Hierbei geht es darum, einige Gehege „winterfest“ zu machen und mit Ausläufen zu versehen.
Wir verteilten noch die mitgebrachten Spenden an die entsprechenden Hunde und fuhren weiter zu Robis Pflegestation.

Bei Robi angekommen luden wir erst die Spenden aus. Michel hatte noch eine ganze Wagenladung Spezialfutter von einer lieben Spenderin mitgebracht.  Wir unterhielten uns dann eine ganze Weile mit Edit und Robi und bestaunten die Fortschritte einiger Pfleglinge, aber wie so oft in Ungarn mussten wir uns wieder beeilen. Die Boxen für den Transport mussten aufgebaut, beschriftet und verzurrt werden. Zu viert ging das aber dann doch recht zügig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Tag endete nach einen gemeinsamen Essen sehr spät und wir fielen wieder ziemlich erledigt in unsere Betten.

Am Samstag ging es früh um 9:30 in das Tierheim.  Dort wartete Icus schon auf uns. Das Verladen der Hunde lief dann ziemlich zügig.  Dies läuft immer gleich ab. Ein Mitarbeiter holt die Hunde aus den Gehegen, wir passen dann ein Halsband an, kontrollieren die Chip-Nummern der Hunde, geben ein Spot-On-Präparat und  laden die Hunde in die vorgesehenen Transportboxen.   Ein Hund nach dem anderen verließ das Tierheim und für mich ist das einer der magischen Momente solch einer Fahrt !  Wenn sie nur schon wüßten, dass es eine Reise ins Glück ist ...

Wir hielten noch bei Robi um Hunde einsteigen zu lassen und auch bei Kerstin.

Die Rückfahrt ging dann ohne Stau und Verzögerungen voran.  Boriska und Lepke hatten allerdings so ihre eigene Meinung zu diesem Zwangsaufenthalt in einer Transportbox ;-)  Sie protestierten nicht nur lautstark....

Wir hatten auch dieses Mal unglaublich schöne Übergaben, glückliche  Übernehmer und eine traumhafte Verpflegung !   Sogar eine Sternschnuppe hatte uns Gesellschaft geleistet, als wir einsam über die Autobahn fuhren.

Einen ganz besonderen Dank möchten wir Marion, Ute und Sabine aussprechen.  Sie haben sich mitten in der Nacht aufgemacht, um uns Fahrerinnen in Kassel und Hannover abzulösen.  Sie haben uns und die Hunde sicher und zügig nach Hause gefahren. DANKE !

Monika Weigel

 
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