"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

4.10.2016
Liebe Tierfreunde,
ihr ganzes Leben war hart und entbehrungsreich. Sie hatte einen Wach-Job, bekam karge Kost und Logis, aber niemals war jemand freundlich zu ihr. Sie lebte ihr ganzes Leben an einer kurzen, schweren Eisenkette, die am anderen Ende um einen Baum gelegt war. In den Genuss irgendwelcher Annehmlichkeiten kam sie niemals. Wahrscheinlich hatte sie auch keinen Unterschlupf, denn wie soll das gehen, wenn das Ende der Kette an einem Baum hängt. Schlimm genug das alles. Aber als ihr "Arbeitgeber" schließlich starb, kam alles noch viel viel schlimmer…

Sie lebt mittlerweile bei der Familie ihres ehemaligen Arbeitgebers, seinem Sohn und dessen Frau, die sie aber überhaupt nicht wollen. Das alte Mädchen, Morzsi, bekommt ab und an Reste hingeworfen.

Morzsi ist alt und traurig. Richtig traurig. Und richtig alt. Vielleicht 10 oder 12 Jahre. Oder älter? Wer vermag das schon zu sagen, denn ihr hartes Leben hat sie ausgezehrt. Und Morzsi steht am Ende ihres Lebens. Leider sehr, sehr nah am Ende! Denn ihre Besitzer haben uns eine Frist von ein paar Wochen gegeben, bis sie die Jäger rufen und Morzsi erschießen lassen. Einen alten Hund durchzufüttern, sieht dort keiner ein. Die Schwiegertochter beschimpft sie als Biest, die für nichts gut ist als Fressen. Unsere liebe Alte hat schlimme Angst vor diesen Menschen, die sich wahrscheinlich nicht darauf beschränken, ihre Wut auf sie rein verbal an ihr auszulassen.

Das Schlimmste ist: Unser Tierheim platzt aus allen Nähten, für Morzsi ist dort kein Platz.

Diese vertrackte Situation zwingt uns dazu, für das Mädchen in aller Eile einen Platz zu suchen. Und aufgrund der besonderen Situation würden wir Morzsi auch auf eine Pflegestelle geben, denn ihr Leben ist akut bedroht.

Wenn Sie ein Herz für die Alten haben und einer geschundenen Kreatur Sicherheit und Zuneigung bieten möchten, dann melden Sie sich bitte ganz schnell bei mir. Egal, ob Sie ihr einen Endplatz oder eine Pflegestelle bieten können. Wir müssen schauen, dass Morzsi so schnell wie möglich dort weg kommt.

Und Morzsi kommt nicht mit leeren Händen: sie ist nett, verträglich mit anderen Hunden, leinenführig und mag Menschen. Vielleicht bleiben ihr nur ein paar Monate, oder einige wenige Jahre. Aber die soll sie in Ruhe und Wärme verbringen. Nicht in Angst und Hunger.

Bitte helfen Sie Morzsi!

Hier geht es zu ihrem Inserat.

Nicole Halfenberg aus dem Pusztahunde-Team

 
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