"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

10.09.2019
Liebe Tierfreundinnen und liebe Tierfreunde,
normalerweise setzen wir Sie an dieser Stelle vor vollendete Tatsachen. Sie lesen einen Reisebericht, wenn die Reise zu Ende ist. Sie lesen darüber, dass ein Hund eine gute Stelle gefunden hat, dass wir Spot Ons oder Futter oder Holz gekauft haben und so weiter. Vollendete Vergangenheit quasi. Wenn Sie Lust haben, möchten wir Sie diesmal auf eine Reise der etwas anderen Art mitnehmen:

Ich muss, damit Sie verstehen, warum wir tun, was wir tun werden, etwas weiter ausholen: Vor einiger Zeit haben wir mit Erschrecken festgestellt, dass ein großer Teil unsere Unvermittelbaren bereits als Welpen oder ganz junge Hunde ins Tierheim gekommen sind. Basa und Brúnó, Kamilla, Jákó und Janek, Csalfa, Hurka, Gombóc. So ganz grob gesagt, alle bis auf die Listenhunde. Dazu kommen Hunde, die zwar zur Vermittlung stehen, aber wohl kaum eine Chance haben wie Mendy und Muki oder Jerry und Judy. Die nächste Generation rückt mit Tia oder Rokica, um nur zwei zu nennen, unaufhaltsam nach. Allemale bereits ein Leben lang im Tierheim. Vermittlungschancen: keine oder immer geringer werdend, je länger der Tierheimaufenthalt dauert.

Die nächste Erkenntnis war, dass wir überdurchschnittlich schlecht Welpen vermitteln. Vielleicht scheuen die Menschen sich, ein Überraschungspaket zu adoptieren, bei dem man nicht weiß, was rauskommt. Ist ja durchaus zu verstehen, da wir in der Regel keine Auskunft über die Eltern geben können. Und nun kommt noch hinzu, dass es in Kiskunfélegyháza geradezu eine „Welpenexplosion“ gibt, die weder wir noch unsere Kollegen vor Ort sich so richtig erklären können.

Nun nehmen Sie mal alle Fadenenden in die Hand und verknüpfen sie. Genau…wir werden, da wir extrem schlecht Welpen vermitteln und die dann überdurchschnittlich häufig sehr sehr lange im Tierheim bleiben in absehbarer Zukunft einen Haufen „Sitzenbleiber“ haben.

Um dem entgegen zu wirken, haben wir uns vor einiger Zeit entschlossen, immer dann junge Hunde oder Welpen mit nach Deutschland zu bringen, wenn Plätze im Transporter frei sind. Dummerweise, oder sollte ich sagen, glücklicherweise, war das aber bei den letzten Fahrten nur manchmal der Fall. Was natürlich einerseits super ist, denn die Hunde, die mitfahren, haben ja bereits ein Zuhause gefunden. Aber unseren Welpen hilft das natürlich nicht weiter.

Was tun, sprach Zeus??? Einen „Sondertransport“ fahren. Fast nur mit Welpen und ein paar Junghunden, die dann oben in der Tierpension von Frau Winzer untergebracht und von dort aus vermittelt werden. Das funktioniert tatsächlich gut, haben wir in kleinem Rahmen schon ausprobiert. Die Menschen reißen sich dann um unsere kleinen Schützlinge, wenn sie sie selbst anfassen und erleben können. Das verursacht Frau Winzer, ihrem Team und unseren Vermittlerinnen aus dem Norden eine riesige Portion Extra-Arbeit und einen nicht unerheblichen persönlichen finanziellen Aufwand. An dieser Stelle schon mal ein herzliches Dankeschön an euch alle, für das, was ihr bereits geleistet habt und das, was Mitte September auf euch zukommt.
Nicht vergessen wollen wir natürlich an dieser Stelle unsere anderen Pflegestellen, die einzelne Hunde, womöglich etwas problematischere Hunde, in ihr Endstellenglück geleiten. Auch euch ein herzliches Dankeschön.

Aber zurück zu unserem September-Sondertransport. Es wird einen Haufen Welpen und Junghunde regnen und auch ein paar „ältere“ Damen. Wie z.B. unsere überaus reizende Babette, ein kleinwüchsiger Pummel-Mix, und ihre entzückende kurzbeinige Kollegin Lüszi 1, die bereits 2017 mit 7 Monaten ins Tierheim kam und seither auf ihre Chance wartet.

Babette:

Von diesen beiden netten Damen werden wir Ihnen in den nächsten Wochen berichten. Diesmal wissen wir nicht, wie es ausgeht. Das einzige, was wir zurzeit wissen, ist, dass die beiden Ladies mit dem September-Sondertransport in Süderbrarup landen werden. Aber wie wird es dann weitergehen? Wie wird es Babettchen und Lüszi ergehen, wenn sie in Deutschland sind…Werden die beiden Zuckerpuppen schnell ein schönes Zuhause finden? Das sind Fragen, die wir in den kommenden Wochen, vielleicht Monaten klären werden.

Lüszi:

Und wenn Sie möchten, nehmen wir Sie mit auf Babettchens und Lüszis Reise in eine bessere Zukunft. Fortsetzung folgt…

Herzliche Grüße, Ihr Pusztahunde-Team

 
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