"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

03.02.2020
Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,
Unser kleiner Jockey ist in recht schlechtem Zustand ins Tierheim gekommen und musste erstmal aufgepäppelt werden. Da der kleine ältere Herr die Witterungen und die Enge im Tierheim nicht so gut ertragen hat, konnte er auch ohne eigene Familie in den Norden reisen und von dort aus ein Plätzchen suchen.

Das hat auch recht schnell geklappt, einen kleinen Rückschlag gab es, aber dass es sich fast immer lohnt, einmal tief durchzuatmen und sich selbst und dem Hund Zeit zu geben, hat Dein Frauchen in Worte gefasst.
Und die möchten wir hier wiedergeben:

Lieber Teddy, nun bist Du endgültig in unserem Rudel und Leben angekommen.

Ich habe Dich schon gesehen als du noch in Ungarn warst- plötzlich warst du dann in der Hundepension in Süderbrarup. Nun wollten wir dich auch kennenlernen und schauen, ob du dich auch in unserem Rudel wohlfühlen würdest- schließlich mußten auch 3 vorhandene Hunde ja sagen- es passte und du zogst bei uns ein und hast sofort unser Herz erobert. Nach kurzer Zeit merkten wir, dass du weder auf Zuruf noch auf Zeichen reagiert hast und nach einem Besuch in der Tierklinik stellte sich heraus, dass du nur noch evtl. hell und dunkel sehen kannst und evtl. auf sehr kurze Distanz Bewegungen wahrnehmen kannst und auch nur noch sehr sehr schlecht hören kannst, was uns im ersten Moment etwas überforderte. Wir hatten nicht damit gerechnet einen Hund mit so starken Einschränkungen zu bekommen. Wie können wir überhaupt Kontakt zu dir aufbauen und kommen die anderen Hunde damit klar wenn du mit Tempo über sie rüberläufst, weil du sie nicht sehen kannst. So hatten wir überlegt, ob es dir nicht bei einer anderen Familie mit Erfahrungen mit fast blinden und tauben Hunden besser gehen würde oder du als Einzelprinz es besser haben würdest.

Unter Tränen haben wir dich dann nach einer Woche zurück in die Pension gebracht, damit ein "besseres Zuhause" gesucht werden kann, doch nach einem verheulten Tag und einer schlaflosen Nacht stand für uns fest- DU GEHÖRST ZU UNS- wir werden es schaffen und das Rudel wird dir helfen dich zu orientieren. Noch in der Nacht habe ich an Frau Winzer geschrieben und wir haben dich am nächsten Tag sofort wieder nach Hause geholt. Wir haben es bis heute nicht bereut und hoffen, dass wir noch viele schöne Jahre miteinander verbringen können.

Jetzt sind gut 6 Wochen vergangen und du bist voll in unserem Rudel integriert- findest dich super zurecht im Haus und Garten- auch an der Leine führst du gerne - immer der Nase nach. Unsere Aufgabe ist es dich vor Laternen oder Hinternissen zu retten, damit du nicht dagegen läufst. Du bist ein kleiner glücklicher Hund geworden mit einer kleinen Uhr im Bauch die ganz genau anzeigt, wann es Essen gibt oder wenn es raus geht zum Spaziergang.

Wir hoffen, dass wir noch ganz viele wunderbare Jahre mit dir verbringen dürfen.

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Lieber Teddy, wir wünschen Dir noch etliche wunderbare Jahre und Du bist ein tolles Beispiel dafür, dass sich auch die Entscheidung für einen älteren Hund mit oder ohne Handicap, ganz besonders lohnen kann.

Dein Team vom Projekt-Pusztahunde

 
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