"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

07.04.2020
Liebe Tierfreundinnen und liebe Tierfreunde,
sie sind ein Problem. Die Modehunde. Das sind seit einiger Zeit die Plattnasen, sprich Bulldoggen. Qualzuchten, die es in dieser Form nicht geben sollte...aber gibt. Auch das Projekt-Pusztahunde wird regelmäßig mit dem "Problem Plattnasen" konfrontiert.

Nämlich dann, wenn sie in unseren Partner-Tierheimen auftauchen und wir vor der großen Gewissenfrage stehen: können/dürfen/müssen wir solche Hunde vermitteln oder lassen wir besser komplett die Finger davon. Unterstützen wir mit unseren Vermittlungen die Verbreitung von Qualzuchten oder stehen wir als Tierschutzverein in der Pflicht, die ausgemergelten Zuchthündinnen zu päppeln und dann dafür zu sorgen, dass sie es wenigstens einmal im Leben gut haben. Eine hohe Lebenserwartung haben diese Tiere nicht.

Was tun wir mit Bully-Welpen, die unsere Tierheimleiterin aufnimmt, weil der Vermehrer mit drei Minidingern vor ihrer Tür steht und ihr durch die Blume zu verstehen gibt, dass entweder sie die Welpen nimmt oder aber die Welpen des Todes sind, weil er sie nicht brauchen kann. Ausschussware...Vermitteln wir sie oder nicht?

Glauben Sie uns bitte, dass wir in solchen Situationen oftmals nicht wissen, was richtig ist und was falsch. Das Problem wird auch schon sehr lange sehr kontrovers im Verein diskutiert. Ohne wirkliches Ergebnis, denn es gibt gute Argumente für die Bully-Vermittlung und sehr gute dagegen. Und vielleicht gibt es da gar kein richtig oder falsch. Denn, können wir unsere Hilfe verweigern, da, wo sie am nötigsten gebraucht wird??? Wenn wir Bullys in der Vermittlung haben, kann man drauf gehen, dass sie fast sofort auf der Reiseliste stehen. Mit all ihren gesundheitlichen Problemen. Trotz all dem Elend, dem Leid, das sie erlebt haben. Da kann ein gesunder, nicht verstörter, lebensfroher, freundlicher Schäferhund nicht mithalten und fristet sein Leben im Tierheim, weil er eben leider (oder zum Glück) kein Modehund ist.

Wenn Sie sich weiter in das Thema einlesen möchten, finden Sie hier einen sehr interessanten Beitrag. Der Autor, der Tierarzt Dr. Rückert, erlaubt ausdrücklich, dass man den Beitrag teilt bzw. auf der Homepage verlinkt:

https://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=20842

Wenn Menschen sich ganz bewusst dafür entscheiden, einem, der wirklich viel Leid hinter sich hat und mit den körperlichen Folgen seiner Qualzucht tagtäglich zu kämpfen hat, ein Zuhause schenken zu wollen, dann ein deutliches JA! Diese Hunde kosten viel viel Geld nach hinten raus. Egal, ob sie aus dem Tierschutz stammen oder ob sie vom Züchter sind.
Aber bitte bitte, kaufen Sie keine solchen Hunde, weil sie so niedlich sind.

Es grüßt Sie herzlich, Ihr Pusztahunde-Team.
Bitte bleiben Sie gesund.

 
Template by i-cons.ch / namibia-forum.ch
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.