"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

08.04.2021
Liebe Tierfreundinnen und liebe Tierfreunde,
wir sind angetreten, unseren Hunden zu einem besseren Leben zu verhelfen. Dazu gehört eindeutig, die ungewollte Vermehrung einzudämmen und damit viel Tierelend zu verhindern. Natürlich reden wir über Kastrationen.
„Unsere Hunde“, also die, die im Tierheim sind, werden natürlich kastriert. Leider gibt es immer wieder und immer mehr Nachschub an Tieren, die nachrücken:

Es gibt zahllose ausgemergelte Hündinnen auf den Straßen und an Ketten, die immer wieder Nachwuchs produzieren, weil sie nicht kastriert sind.

Also haben wir ein Projekt in Orosháza ins Leben gerufen, bei dem Hunde- und Katzenbesitzer auf unsere Kosten ihre Tiere kastrieren lassen können. Damit der endlose Strom an Nachwuchs und somit Tieren im Tierheim irgendwann einmal kleiner wird. 3 engagierte Tierärzte kastrieren zu moderaten Tierschutzpreisen und wir bezahlen. Und tatsächlich wird die Aktion gut angenommen, denn das Geld ist in Ungarn in diesen Zeiten generell knapper, in der Puszta mit ihrer sehr ländlichen Infrastruktur, ganz besonders.

Aber auch, wenn die Preise für Kastrationen moderat sind, so verschlingt die Aktion tausende an Euros. In den Monaten Februar und März haben wir an die 100 Tiere kastriert. Spenden gehen dafür leider so gut wie keine ein. Unsere Spender fühlen sich unseren Tierheimhunden sehr verbunden, aber für „fremde“ Hunde zu zahlen ist nochmal eine ganz andere Sache, auf die sich die meisten nicht einlassen möchten. Nachvollziehbar, aber dennoch schade, denn die vielen nachrückenden Hunde haben natürlich auch Einfluss auf unser Tierheim. Und wir würden die Aktion gerne weiter führen, damit sie spürbar Früchte trägt.

Wir haben uns daher zu einem „Generationenvertrag“ entschieden. Normalerweise zahlt dabei die junge Generation dafür, dass die alte Generation im Ruhestand versorgt ist. Bei uns wird es so sein, dass die Welpen und Junghunde bis zu einem Jahr durch eine erhöhte Schutzgebühr dafür sorgen werden, dass Hunde (und Katzen) kastriert werden können und weniger Welpen nachrücken.

Bisher kostete die Adoption eines Welpen bei uns 390 Euro. Davon geht ein Gutteil weg für besonderes Welpenfutter, Vitamine, Impfungen, Entwurmung, Transportkosten usw. Für Kastrationen bleibt da nichts übrig. Wir heben die Schutzgebühr für unsere Welpen daher auf 550 Euro an. Die Differenz, die wir nun mehr einnehmen, fließt zu 100% in unser Kastra-Projekt.

Für diese 160 Euro kann man schon einiges bewegen: 1 Kastra Hündin, 1 Kastra Rüde, 2 Kastras Katzen. 160 Euro für mehr Lebensqualität von 4 Tieren! Wir sind davon überzeugt, dass es hier und da Diskussionen gibt, warum unsere Welpen und Junghunde nun auf einmal mehr kosten als die anderen Hunde. Vielleicht springt sogar der ein oder andere Interessent ab. Damit müssen wir leben, denn wir haben ein klares Ziel vor Augen: Mehr Lebensqualität der Tiere in Orosháza durch weniger ungewollten Nachwuchs.

Dafür kämpfen wir! Bitte unterstützen Sie uns dabei.
Wie erfolgreich die Kastrations-Aktion in der Bevölkerung angenommen wird, sehen sie hier an einigen Beispiel-Fotos:

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Herzlichst, Ihr Pusztahunde-Team

 
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