"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

02.07.2021
Liebe Tierfreundinnen, liebe Tierfreunde,
heute war leider der letzte Tag unserer schönen Pusztareise. Wir hatten uns viel vorgenommen, denn es sollte ein wenig abkühlen. Abgekühlt hat es sich auf 20 Grad, aber leider hat es auch den halben Tag geregnet und gehagelt, so dass wir uns zwischendurch in den Aufenthaltswohnwagen retten mussten, um nicht weggeschwemmt zu werden.

Die Puszta zeigt uns auf dieser Reise wirklich alles, was sie wettertechnisch zu bieten hat. Morgens ging es sehr angenehm los, 20 Grad und Sonne. Also ein letztes Mal auf zum Tierheim in Orosháza.

Kai, Stefanie und Nicole starteten den Tag mit einem Spaziergang mit dem alten Staff Robi und der Wuchtbrumme Szaffi. Der blinde Robi mit dem Bollerkopf hatte genaue Vorstellungen von diesem seltenen Spaziergang…nach vorne stürmen. Die Wärme war das Limit. Der Gute hat ja nun schon etliche Jahre auf dem Buckel und so mussten wir umkehren als es zu warm wurde.

In Hof 1 lief heute…wie alle Tage…die kleine Opal rum und versuchte Kontakt zu den Leuten, die dort rumliefen, aufzunehmen. Was ihr auch immer gelang, weil die süße Schnecke einfach allerliebst ist. Ihr Alter kann man nur schätzen…so 12 bis 18. Leider ist ihr Bruder vorletzte Nacht verstorben und so darf die süße Maus nun mit zu Angelika in die Pension reisen, damit sie ein wenig von ihrem Verlust abgelenkt wird. Opalchen ist eine ganz entzückende und liebe Gesellschaftsdame. Gerne können Sie sich für sie bewerben.

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Im Tierheim gibt es viele unentdeckte Schätzchen. Allen voran die entzückende Mirabelle.
4 kg Liebe auf Beinen.

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Und unentdeckte Listenhund-Schätzchen gibt es auch. Leider wie immer bei diesen Rassen ohne Chance auf ein schönes Zuhause...

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Natürlich gibt es auch echte Schicksale in Orosháza. Wie z.B. das des in sich zurückgezogenen Charlie Chaplin. Er ist mit seinen Geschwistern ganz reizarm auf einer Mülldeponie aufgewachsen, ohne menschlichen Kontakt. Er hat Angst und authistische Züge, was eine Vermittlung leider unmöglich macht. Die nette Laura kümmert sich um ihn, bringt ihn dazu, Kontakt mit Menschen aufzunehmen. Trotzdem hoffen wir, dass wir Laura in die Vermittlung bekommen und ihr ein schöneres Leben ermöglichen können. Wenn Sie gerade auf der Suche nach einem tollen Hund wie Laura sind, die noch einen etwas „seltsamen“ Kumpel mit nach Hause bringt, dann können wir auch über die Adoption beider Hunde sprechen…die Hoffnung stirbt bei den Pusztahunden eben zuletzt.

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Wenn es etwas „normaler“ sein soll, dann haben wir natürlich jede Menge nette, freundliche Hündchen und (Buddha-)Welpen im Portfolio.

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Das Verbringen des neuen Sandes in die Gehege wurde jäh durch unwetterartige Regen- und Hagelschauer mit ordentlich Blitz und Donner unterbrochen. Das Tierheim stand irgendwann heftig unter Wasser. Bild 5,5 der Pusztahunde fuhren ins Hotel zurück. Kai machte noch ein paar Bilder und kam dann nach. Angelika und Jörg fuhren später nochmal ins Tierheim, kamen aber auch nicht wirklich weiter mit dem Sand, denn es fing wieder an zu regnen und wurde recht frisch. 19 Grad wirken nach Tagen mit 40 Grad fast wie Herbst.

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Das letzte Abendessen steht an, denn morgen geht es auf die Rück-Tour.
Ein Haufen toller Hunde wird in ihre neue Heimat kutschiert. Es war sehr schön mit euch. Hoffentlich können wir das Abenteuer Puszta-Urlaub irgendwann mal wiederholen.

Liebe Grüße,
Angelika, Stefanie, Emma, Jörg, Kai und Nicole

 
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