"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

12.09.2021
Liebe Tierfreundinnen, liebe Tierfreunde,
es gibt Geschichten, die wollen einfach erzählt werden…weil sie so schön, so besonders, so emotional sind. Und genau das alles ist die Geschichte von Lacky, dem PPH-Hund, der Frauchen das Leben gerettet hat.

Lacky, damals noch Láncos, durfte im Mai 2020 nach Deutschland, in die Pension in Süderbrarup, reisen, nachdem er mehr als ein Jahr im Tierheim unentdeckt geblieben war. Denn so ein ausgesprochen netter und lieber Kerl würde uns in Deutschland aus den Händen gerissen werden, so die Überlegung. Die Rechnung ging auf. Kurz nach seinem Einzug in die Pension standen die Menschen Schlange für ihn. Frauchen und er mochten sich ganz besonders und so zog er schon kurze Zeit später in sein endgültiges Zuhause um.

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Nachdem er fast genau ein Jahr mit Frauchen, die übrigens Diabetikerin ist, zusammen lebte, geschah etwas ganz Erstaunliches. Lesen Sie selbst:

„Liebe Frau Jantzen, am Wochenende hat Lacky mir das Leben gerettet. Unser großer Held, hat so gut auf Frauchen aufgepasst. Ohne unseren Liebling wäre ich nicht mehr da. Wir sind einfach glücklich, dass wir so einen tollen und lieben Hund haben. Unser Goldstück. Ganz liebe Grüße von uns dreien, Familie H. mit Lacky.“

Neugierig, was Lacky vollbracht hat? Frauchen ging abends ganz normal, und ohne jedes Anzeichen, dass etwas nicht stimmen könnte, ins Bett. Während des Schlafs unterzuckerte sie aber dann plötzlich und sehr heftig. Lacky bemerkte es, obwohl er natürlich nie speziell dafür ausgebildet worden war. Er fing an, Frauchen den Hals abzulecken, was er noch nie zuvor getan hatte. Er tat es mit einer solchen Vehemenz, dass sein Frauchen erwachte und sofort bemerkte, was mit ihr los war. Allerdings war sie schon in einer Art Dämmerzustand und war nicht mehr in der Lage etwas zu unternehmen. Während sie erneut wegdämmerte dachte sie, dass dies nun ihr Ende sei. Aber unser Held Lacky gab einfach nicht auf und leckte weiter Frauchens Hals und ihre Hände. Das machte Frau H. nochmal wach und gab ihr einen kleinen Schub Energie…genug, um mit letzter Kraft auf die Tastatur des Telefons zu drücken, wo die Nummer ihrer Tochter eingespeichert ist….zum Glück, denn hätte sie die Zahlen aktiv wählen müssen…sie hätte es nicht mehr geschafft, weil sie nichts mehr erkennen konnte, wie sie nachher berichtete. Ganz schwach sagte Frau H. „Hilf mir“ in den Hörer. Ihre Tochter reagierte sofort und alarmierte den Notarzt und lief dann zu ihrer Mutter, die in der gleichen Straße wohnt.

Nachdem der Notarzt Lackys Frauchen stabilisiert hatte, sagte er zu ihr, wenn der Hund nicht gewesen wäre, hätte sie den nächsten Tag nicht erlebt, sie wäre einfach eingeschlafen und nicht wieder aufgewacht.

Das ist wahrlich eine Heldentat, die Lacky da vollbracht hat. Ganz erstaunlich, zu was Hunde instinktiv in der Lage sind. Egal, ob ehemaliger Kettenhund und wilder Mix. Stammbaum und Herkunft rücken da komplett in den Hintergrund.

Lacky hat übrigens auch eine Krankheit, er ist Epileptiker, aber medikamentös gut eingestellt. Wie gut, dass ihr euch gefunden habt, dein Frauchen und du. Da könnt ihr immer gut aufeinander aufpassen.

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Mach es gut, du kleiner großer Held!
Dein stolzes Pusztahunde-Team

 
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