"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

19.11.2021
Liebe Tierfreundinnen, liebe Tierfreunde,
wir stellen Ihnen ja so gerne immer mal besonders schöne Happy-End-Geschichten vor. So auch diesmal, Ibi aus Ungarn hat das Glück ihres Lebens gefunden. Oder ihre Menschen haben das in Ibi gefunden. Je nachdem, wie man es sieht. Aber das erzählt Ibis Frauchen am besten selbst:

Während unseres Urlaubs auf Curaçao lief meinem Mann eine kleine Straßenhündin zu und fand ihren Weg mit uns nach Deutschland. Als ich im vierten Monat schwanger war, verstarb sie plötzlich, denn sie wachte aus der Narkose der notwendigen Kastrations-OP nicht mehr auf.

Nach einigen Wochen der Trauer entschieden wir uns dazu ihren Platz nicht zu ersetzen, aber einer anderen Hündin ohne Zuhause einen Platz in unserer Familie zu schenken. Unsere Tochter sollte mit einem Hund im Körbchen großwerden.
Ab hier prasselten von beiden Seiten Vorurteile auf mich ein: „Hol dir bloß keinen Straßenhund, wenn du ein Kind bekommst! Der beißt bestimmt!" oder „Nimm lieber einen Welpen vom Züchter, die haben einen lieberen Charakter!" und „Wenn du die Rasse nicht kennst, dann kannst du nicht sagen, wie der Hund ist und wenn es kein Welpe mehr ist, dann klappt das niemals mit dem Baby!"

„Ohjeee", dachte ich mir, war aber weiterhin entschlossen, dass eine ausgewachsene Hündin doch viel feinfühliger mit dem Thema Schwangerschaft umgehen würde und fragte in den nahegelegenen Tierheimen an. Schnell wurde ich abgewimmelt: „Wie? Sie sind schwanger und wollen einen Hund? Nein, von einer Vermittlung zu Ihnen möchten wir Abstand nehmen!" Puh, ich war also genauso schwer vermittelbar wie eine Mutter mit Welpen in irgendeinem Tierheim irgendwo im Ausland.
Und da war der Wink des Schicksals plötzlich. Eine Nachbarin, die ein paar Straßen weiter wohnt, erzählte mir von Projekt-Pusztahunde und schickte mir den Link.

Ibi fiel mir sofort auf. Sie war mit Welpen gefunden worden und nun nach dem alle Welpen ein Zuhause gefunden hatten, genauso alleine, wie ich mich fühlte. Ich entschloss mich für sie und werde es niemals bereuen. Sie drückte ihre Nase gegen meinen dicken Bauch und wedelte mit der Rute. Sie schleckte ihn stundenlang ab und konnte es kaum erwarten, bis das Baby auf die Welt kam. Nach der Geburt zeigten mein Mann und ich Ibi unsere Tochter und ließen sie unseren kleinen Welpen abschlecken. Beim Stillen lag Ibi immer neben mir.

Heute toben die beiden unzertrennlich zusammen durchs ganze Haus und kuscheln auf der Decke. Unsere Tochter lernte an Ibi das Greifen, das Stehen und nun sogar das Laufen. Ibi ist in unserer Familie Tochter und Schwester. Sie ist eine Ulknudel, spielt mit täglich mit allen anderen Hunden im Wald und ist die beste Begleitung bei stundenlangen Ausritten mit meinem Pferd. Sie ist nicht reinrassig, kein Welpe und nicht von Züchter. Sie ist nur eines: Perfekt!
Wir nennen sie unser schwarzes Gold, das mit keinem Geld dieser Welt zu bezahlen ist.

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Liebe Ibi und liebe Familie, da können wir uns nur voller Freude und von ganzem Herzen anschließen! Habt ein wunderschönes, gemeinsames langes Leben!

Herzlich, die Pusztahunde

 
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