"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

25.02.2022
Liebe Tierfreundinnen, liebe Tierfreunde,
unsere Tierschutzfreunde in Ungarn bemühen sich, die Einstellungen zu Tieren und Hunden im Speziellen zu verbessern. Dazu gehört auch die Vermittlung und Aufklärung vor Ort. Die Tierheimleiterin in unserem Partnertierheim in Kiskunfélegyháza hat dazu mit ihren Kolleginnen einen Flyer angefertigt, der Interessenten ausgehändigt werden kann, aber auch zu vielen anderen Veranstaltungen ausgelegt wird. Wie das aussieht, sehen Sie hier:

allatorvosi-brosura_seite_1

allatorvosi-brosura_seite_2

Übersetzung:

Wenn ein neuer vierbeiniger Liebling in die Familie kommt, müssen wir uns als verantwortungsvolle Hundehalter um die Gesundheit unseres Lieblings bemühen. Neben der artgerechten Fütterung, guten Haltungsbedingungen und täglicher Pflege müssen wir auch für die regelmäßige tierärztliche Versorgung und Kontrolluntersuchungen sorgen. Was wir für die Gesunderhaltung unserer Lieblinge tun müssen:
- Microchip und Schutzimpfungen
- Schutz vor inneren und äußeren Parasiten
- Die Kastration von Tieren, die nicht zu Zuchtzwecken gehalten werden

Im vorliegenden Ratgeber können sich frischgebackene Hundebesitzer über diese Themen genauer informieren.

Microchip und Schutzimpfungen
Der Microchip ist ein reiskorngroßer Transponder, der vor allem bei Kleintieren zur dauerhaften Kennzeichnung unter der Haut platziert wird. Laut der aktuellen Gesetzgebung müssen Hunde vor einem Halterwechsel (Kauf, Schenkung, usw.), spätestens jedoch im 4. Lebensmonat (nach unten gibt es keine Altersbegrenzung) mit einem Microchip gekennzeichnet werden.
Tollwutimpfung Laut 164/2008 /XII 20.) FVM ist jeder Hundehalter verpflichtet, einen Hund, der älter als drei Monate ist, auf eigene Kosten durch einen ausgebildeten und zugelassenen Tierarzt gegen Tollwut impfen zu lassen. Impfschema: innerhalb 30 Tagen ab dem vollendeten 3. Lebensmonat, 6 Monate nach erfolgter Erstimpfung und dann jährlich.
Empfohlene Impfungen Leider lauern viele heimtückische Krankheiten auf unsere Vierbeiner, von denen die meisten tödlich enden können. Glücklicherweise können wir gegen eine Vielzahl dieser Erkrankungen eine Schutzimpfung verabreichen lassen. Zu diesen Schutzimpfungen gehören unter anderem die Impfung gegen Parvovirose, die Kombi-Impfung gegen Zwingerhusten und Borelliose. Zur Aufrechterhaltung der Schutzwirkung (Immunität) müssen diese Impfungen jährlich wiederholt werden.

Äußere und innere Parasiten Innere Parasiten
Ein Großteil der inneren Parasiten ist auch auf den Menschen übertragbar, weshalb die regelmäßige Bekämpfung dieser Parasiten außerordentlich wichtig ist. Es ist notwendig, dass Welpen (zwischen der 2. und 12. Lebenswoche) alle zwei Wochen und erwachsene Hunde alle drei Monate mit einem Breitspektrum-Wurmmittel behandelt werden. Äußere Parasiten
Die durch äußere Parasiten übertragenen Krankheiten gefährden die Gesundheit unserer Lieblinge, weshalb wir das ganze Jahr über unsere Tiere vor ihnen schützen müssen. Gegen Zecken, Flöhe, Mücken, Fliegen und Milben können wir sie auf verschiedene Arten schützen. Mit Tabletten, Spot-on Präparaten oder entsprechenden wirkstoffhaltigen und Halsbändern.
Herzwurmbefall
Diese durch Mücken übertragene Krankheit betrifft mittlerweile sehr viele der Hunde in unserer Heimat. Da diese Krankheit unbehandelt tödlich enden kann und die Behandlung aber sehr langwierig ist, ist es umso wichtiger, unsere Hunde gegen diese Krankheit im Vorfeld zu schützen. Die Erkrankung kann durch einen Bluttest nachgewiesen werden. Es ist sinnvoll, Hunde ab dem 6. Lebensmonat testen zu lassen.

Kastration
Allgemeine Informationen Es ist wichtig zu betonen, dass die Kastration nicht nur vor ungewolltem Nachwuchs sondern auch vor vielen Erkrankungen schützt. Es wird empfohlen diesen (heutzutage routinemäßigen) Eingriff bereits im Alter von 7 bis 8 Monaten durchführen zu lassen.
Vorteile der Kastration bei Hündinnen
Die Operation senkt erheblich das Risiko für die Entstehung von Tumoren in den Fortpflanzungsorganen, die Bildung von Eierstockkrebs und verhindert eine oft tödlich verlaufende eitrige Gebärmutterentzündung. Unser Liebling läuft nicht mehr Gefahr, scheinträchtig zu werden und wird nicht mehr läufig – dadurch kann sie uns jederzeit überall hin begleiten.
Vorteile der Kastration bei Rüden
Die Gefahr von Prostataproblemen im Alter kann deutlich gesenkt oder sogar völlig ausgeschlossen werden genauso, wie die hormonbedingten Erkrankungen (z. B. Hernie). Die Entstehung von Hodenkrebs wird verhindert und das Verhalten anderen Rüden gegenüber wird weniger aggressiv.

 

Wir wünschen unseren Partner-Tierheimen viele tolle Vermittlungen an tierliebe Menschen vor Ort!

Herzlich, ihr Pusztahunde-Team

 
Template by i-cons.ch / namibia-forum.ch
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.