"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

14.6.2010
Liebe Tierfreunde,
es ist noch nicht lange her, da erregte der Fall des verwahrlosten Pulis Joshi die Öffentlichkeit. Viele Tierfreunde nahmen Anteil, die Joshi-Gruppe bei wkw zählte 27000 Mitglieder, annähernd 600 Menschen nahmen an der Trauer-Kundgebung für Joshi teil. In Deutschland ein Einzelfall, in Ungarn leider an der Tagesordnung. Noch dazu ohne Konsequenzen für den Besitzer.

Gestern nachmittag erhielt das Tierheim einen Anruf von der Polizei, man solle kommen, um einen Hund abzuholen. Das Bild, das sich den beiden Frauen vom Tierheim bot, war grauenvoll: Ein junges Puli-Mädchen war mit einer Drahtschlinge an einem Pfahl angebunden, lag reglos mitten in der prallen Sonne.

Der Besitzer verstand überhaupt nicht, was daran so schlimm sein soll. Es sei doch nur ein Hund. Die untere Halsseite klaffte auseinander, der Körper war übersät mit Wunden. Eine klaffende Wunde fand sich auch noch in einer Achselhöhle. Die Ohren und die Wunden wimmelten von Maden, sogar aus den Augen kamen sie gekrochen. Das Puli-Mädchen, das wir Joshika genannt haben, war unterernährt, völlig ausgetrocknet und gab kaum noch Lebenszeichen von sich.

Im Tierheim hat man sie erst einmal gekühlt (die Haut war kochendheiß) und das Gröbste an Maden und Fliegeneiern entfernt. Nach einer Stunde hatte man den Tierarzt endlich erreicht und ist mit Joshika in die Praxis gefahren. Der Tierarzt hat Infusionen gegeben, wobei ein intravenöser Zugang nicht mehr gelegt werden konnte, und diverse Spritzen verabreicht. Kata, unsere Dolmetscherin, hat Joshika mit nach Hause genommen, weil eine intensive Versorgung im Tierheim nicht gewährleistet gewesen wäre. Kata ist mit Joshika dann gleich noch zu ihrer Tierärztin gefahren. Dort wurde der Hund in stundenlanger Prozedur von den Maden und Fliegeneiern befreit, die Wunden gereinigt und versorgt. Nach der Behandlung hat Joshika schon versucht, sich zu freuen. Die Tierärztin ist zuversichtlich, dass die Kleine es schaffen wird.

Für die tierärztliche Behandlung und die weitere Betreuung sind wir auf finanzielle Hilfe angewiesen. Bitte helfen Sie uns, damit wir Joshika helfen können.

 
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