"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

21.5.2015
Liebe Tierfreunde,
bei unserer letzten Fahrt im April ist auch der blinde Rudi in seine neue Familie gereist. Endlich sollte sich das Blatt für ihn wenden. Doch leider kommt es manchmal anders, als man denkt …

Kleiner Rudi, nach erst vier Wochen in deinem neuen Zuhause hat deine Familie die Entscheidung getroffen, dass du nicht der geeignete Partner für die bereits vorhandene Ersthündin bist. Weil du etwas falsch gemacht hast? Nein, das sicher nicht. Du bist ein herzensguter, fröhlicher Hund, der seine Menschen über alles liebt und ihnen seine ganze Aufmerksamkeit schenkt.

Mit der vorhandenen Hündin hast du keinerlei Probleme. Keine Aggression, kein Knurren, nichts. Du kannst nur aufgrund deiner Blindheit nicht wie ein normaler Hund mit ihr kommunizieren und ignorierst sie weitgehend. Dadurch ist sie sehr traurig und dies belastet das Familienleben, so die Übernehmer. Ob man aus diesem Grund ein Familienmitglied abgibt?

Versuchen Sie an dieser Stelle einmal, sich in Rudi hineinzuversetzen. Jung, im Leben noch nicht viel kennengelernt, fahren Sie in einer kleinen Transportbox stundenlang durch das Land. Eine Fahrt ins Ungewisse. Dann öffnet sich die Transportertür und da stehen Menschen, die Sie dorthin bringen, was das "neue Zuhause" genannt wird. Alles ist fremd - die Menschen, die Umgebung, das Futter - und es riecht nach einem anderen Hund. Eine ziemlich befremdliche Situation, die in diesem Fall noch schwieriger ist. Denn Rudi sieht das Ganze nicht einmal. Trotzdem bleibt er in allen Situationen freundlich und gelassen. Wären Sie das auch? Eine schwierige Vorstellung.

Lieber Rudi, leider hast du in deinem neuen Zuhause nicht die benötigte Zeit bekommen, um richtig Vertrauen zu fassen und dich zu öffnen. Daher haben wir entschieden, Rudi wieder in die Vermittlung aufzunehmen und schnellstmöglich einen supertollen Endplatz für unseren Herzensbrecher zu suchen, in dem man mit seinem Handicap umzugehen weiß und die nötige Geduld und das Verständnis für ihn aufbringt.

Hier geht es zu Rudi.

Ihr Pusztahunde-Team

 
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