"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

11.7.2015
Liebe Tierfreunde, bitte verstehen Sie das jetzt nicht falsch. Wir freuen uns alle unendlich für die alte Bizsu. Sie hat es nach 9!!!, in Worten neun, langen Jahren im Tierheim geschafft, endlich ein eigenes Zuhause zu finden. Es ist das Highlight des Juli-Transportes. Eine Sensation. Und doch …

... es gibt auch eine Schattenseite für einen, der zurück bleiben muss. Und das ist Drazsé.

Als Drazsé 2007 mit nur ein paar Monaten ins Tierheim kam, kam er zu Bizsu in den Zwinger. Sie war schon etwa ein Jahr dort und wusste mittlerweile, „wie der Hase läuft“. Bizsu hat Drazsé an die Pfote genommen, sich um den Kleinen gekümmert. Und das tut sie bis heute. Die zwei leben seit Jahren zusammen. Sie haben ihren Frühling, den Sommer ihres Lebens und auch bereits ein kleines Stück des Herbstes gemeinsam verbracht. Haben gemeinsam eisige Winter durchlebt und sich gegenseitig gewärmt. Haben die Hitze des glühenden ungarischen Sommers überlebt. Sich getröstet, wo kein Mensch Trost spenden konnte. Wenn man die Zeitspanne auf den Menschen umlegen würde, so würde man vermutlich sagen, dass Bizsu und Drazsé mittlerweile bereits ihre Goldene Hochzeit gefeiert haben.

Und irgendwann kommt das, worauf niemand mehr zu hoffen gewagt hätte. Eine ernsthafte Anfrage für Bizsu. Bizsu darf reisen. Darf in ihr Glück fahren. Die Entscheidung, dies zuzulassen, war nicht einfach. Darf man dem einen sein Glück verwehren, damit der andere nicht einsam zurück bleibt? Darf man dem einen die größte und vermutlich einzige Chance seines Lebens verweigern, damit alles so bleibt wie immer? NEIN. Das darf man nicht. Leicht fällt das gefühlsmäßig aber nicht.

Und irgendwann reift die Erkenntnis, dass anders herum ein Schuh draus wird. Man muss für den einen erreichen, was der andere bereits geschafft hat: Wir müssen für Drazsé ein Zuhause finden! Ein gutes Zuhause für den Zurückbleibenden, wo man ihm hilft, über seinen Verlust hinweg zu kommen. Ihn an die Pfote nimmt und sich um ihn kümmert, wie Bizsu es bisher getan hat.

Und Drazsé würde nicht mit leeren Händen zu Ihnen kommen. Er hat viel zu geben. Seine Freundlichkeit, seine Gutmütigkeit, seine Treue, seine Liebe, seine Gelassenheit, seine Altersweisheit.

Er ist ein Hund im besten Alter, dessen jugendliche Eigenheiten wie „Gartenarbeit“ und „Rüden nur nach Sympathie“ verblasst sind wie bei einem Stück Papier, dass in der Sonne gelegen hat. Er ist gereift und bereit für sein letztes großes Abenteuer: Das erste eigene Zuhause seines Lebens.

Geben Sie ihm eine Chance. Melden Sie sich bei seiner Vermittlerin Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Ihr Pusztahunde-Team

Update
Es ist geglückt! Sehen Sie hier.

 
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