"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

5.11.2015
Liebe Tierfreunde, Hunde kommen und gehen. Es herrscht mittlerweile glücklicherweise eine ganz gute Fluktuation im Tierheim. Aber natürlich gibt es immer mal wieder Hunde, bei denen man davon ausgehen kann, dass sie es nie wieder ins Warme schaffen werden. Von so einem möchten wir Ihnen heute berichten.

Bitte schauen Sie sich Jenki einmal an:

Ein wunderschöner Schäferhund wie aus dem Bilderbuch, finden Sie nicht auch? Sie können noch erahnen, was für ein stolzer Hund er einst gewesen sein muss. Man sieht ihm seine Stärke und die Sicherheit, die er ausgestrahlt, an. Mit einem Kamerad wie ihm an seiner Seite muss man weder Tod noch Teufel fürchten. Jenki steht für alle guten Eigenschaften seiner Rasse: Schutz, Verlässlichkeit, Vertrauen und Freundschaft. Absolute Loyalität.

Über Jahre hat er seinen Job hervorragend erfüllt. Mit Bravour hat er Acht gegeben, hat beschützt. Sein Herrchen konnte sich auf ihn verlassen. Ohne Wenn und Aber.

Jenki hat alles gegeben, auch wenn er nichts dafür zurück bekommen hat. Keine Liebe, keine Zuneigung, keinen warmen Platz, nicht genügend Futter. Acht lange Jahre hat er an der Kette verbracht. Konnte nicht ein einziges Mal ausgelassen über Wiesen und Felder fliegen mit der den Schäferhunden eigenen Kraft und Ausdauer. Er hat gedient. Bedingungslos. Aber es ist ihm nie gedankt worden.

Und schauen Sie sich Jenki heute an:

Er hat ausgedient. Ist alt und verbraucht. Als Jenki in den Augen seines Herrchens wertlos geworden war, hat er ihn entsorgt. So wie Jenki gelebt hat, so hat sein Besitzer ihn vor dem Tierheim entsorgt: an einer Kette, die ihm keinerlei Bewegungsfreiheit gelassen hat. Eng, ohne jede Freiheit, würdelos.

Die Menschen im Tierheim haben Jenki so gut es geht gepflegt. Aber sein Leben hat Spuren hinterlassen. Seine Knochen sind kaputt. Jenki wird für den Rest seines Lebens Schmerzmittel brauchen. Und auch mit diesen Schmerzmitteln ist er nicht mehr wirklich mobil. Die Kälte und Feuchtigkeit im Tierheim setzt ihm ganz arg zu. Und der kalte Puszta-Winter hat noch nicht einmal richtig begonnen.

Was aber viel schlimmer für Jenki ist, ist die Menschenlosigkeit und der Stress im Tierheim, den die anderen Hunde um ihn herum verursachen. Und eines ist ganz klar … Jenki wird so nicht mehr lange durchhalten. Er muss unbedingt weg aus dem Tierheim. Muss in die Wärme. Muss einmal in seinem Leben die Zuneigung eines Menschen gespürt haben, bevor er endgültig geht.

Wir dürfen einfach noch nicht aufgeben, für Jenki zu suchen und zu hoffen! Er soll sein großes Schäferhund-Herz an einen Menschen verschenken dürfen, denn er liebt Menschen sehr, obwohl sie ihm nie wirklich gut waren.

Bitte helfen Sie mit, für Jenki einen Alters-Ruhesitz zu finden. Wir brauchen Ihre Unterstützung dabei. Jenki braucht Sie!

Lassen Sie uns noch einmal alles daran setzen, aus einem vergeudeten Leben ein erfülltes zu machen. Bevor es zu spät ist. Jenki wird es Ihnen mit allem danken, was er hat! Seine Uhr tickt wirklich sehr laut.

Hier geht es zu Jenki.

Ihr Pusztahunde-Team

 

 
Template by i-cons.ch / namibia-forum.ch
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Ok