"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

Liebe Tierfreundinnen und liebe Tierfreunde,
oftmals bekommt man den Eindruck, dass es im Tierschutz nur zwei Farben gibt…Schwarz und Rosarot. Also entweder ist alles schlecht oder alles wunderbar und harmonisch. Aber es gibt auch eine Menge dazwischen. Und unser Emil ist so ein „Zwischenfall“. Ein ganz besonderer Hund mit vielen Facetten, der weder der Seite Schwarz = alles schlecht, noch der Seite Rosa = alles gut, zuzuordnen ist.

Emil kann ein echt lieber Kerl sein. Verschmust, verspielt, lieb, freundlich und nett. Kann er…muss er aber nicht. Denn Emil kann auch anders…wenn er meint, dass etwas nicht nach seinem Kopf geht. Knurren und Schnappen sind dann das Mittel seiner Wahl, um die Führung zu übernehmen. Die Leute in der Pension, die tagtäglich mit Hunden umgehen, können ihn mit Leichtigkeit in seine Schranken verweisen, die er dann auch akzeptiert. Die Leute, die ihn übernommen hatten, konnten das nicht.

Aber eigentlich ist das NICHT Emils Problem, denn mit Konsequenz und einem guten Trainer ist das in den Griff zu bekommen. Das ist doch aber schon schlimm genug…werden Sie jetzt vielleicht denken. Aber es geht eben auch noch besser…Emils Problem ist…Kot-Inkontinenz. Und das ist auch im Wesentlichen der wahre Grund, warum er immer wieder zu uns zurück kommt.

Bei Emil gibt es keinen körperlichen Grund, warum er seinen Kot nicht halten kann. Das haben wir checken lassen. Es ist eine Angewohnheit, die auf einen alten Bandscheibenvorfall zurückzuführen ist. Damals hatte Emil so große Schmerzen beim Hinhocken, dass er sich angewöhnt hat, seinen Kot einfach im Laufen zu verlieren. Der Bandscheibenvorfall ist schon lange Geschichte, Schmerzen hat Emil gar nicht mehr….es bleibt die Angewohnheit, den Kot überall zu verlieren. Das geht bei Emil so automatisch, dass er es gar nicht mehr zu bemerken scheint. Und in seiner etwas grobmotorischen Art tritt er dann schon mal rein und läuft mit verschmutzten Pfoten durch die Bude. Man kann ihm das mit Training und ein genaues Achten auf seine Körpersprache abgewöhnen…aber bis das geschafft ist, hat er noch 100 Mal rein gemacht. Wer möchte das schon…Pipi wäre eine Sache…aber Kot…

Daher sehen wir uns gezwungen, für diesen besonderen Hund einen besonderen Weg einzuschlagen. Wir möchten Emil in eine Draußenhaltung vermitteln. Egal, ob als Endstelle, als Pflegestelle oder als Dauerpflegestelle.

Obwohl wir sonst nie Hunde in Draußenhaltung abgeben, sehen wir bei Emil fast keine andere Chance. Natürlich muss Emil einen gut geschützten Platz bekommen, ein Gartenhäuschen oder eine gut isolierte Hütte, ein Nebengebäude vielleicht, in dem er gegen Wind und Wetter geschützt ist. Auch guter Kontakt zu seinen Menschen muss gewährleistet sein. Wir vermitteln Emil NICHT in einen Zwinger oder gar an die Kette!!! oder auf ein einsames Grundstück, wo nie jemand vorbei kommt. Emil soll, trotz allem, ein Teil einer Familie werden….und wenn Sie keine Angst vor Kot im Haus haben, dann können Sie ihn natürlich gerne mit rein nehmen und mit ihm die Stubenreinheit trainieren.

Training und Kopfarbeit sind bei Emil ein ganz wichtiger Punkt, eine Unterstützung durch einen qualifizierten Hundetrainer ist sicher eine gute Sache. Da wir wissen, was das an Kosten mit sich bringt, werden wir nach Absprache die Begleitung durch einen guten Hundetrainer finanziell unterstützen.

Wollten Sie schon immer einen Hund haben, aber Sie können ihn wegen einer Allergie in der Familie nicht im Haus halten…hier kommt Ihre Chance.

Haben Sie ein großes Grundstück am Haus, einen Bauernhof (aber Achtung…Geflügel ist nicht nach Emils Geschmack! Einen einfachen Zaun vermag er zu knacken), einen Reiterhof und ein großes Herz für besondere Fälle…dann kommt hier Ihre Herausforderung.

Leben Sie das ganze Jahr im Schrebergarten und möchten einen Aufpasser an Ihrer Seite…hier kommt Emil, der Aufpasser.

Ach so…Emil ist sauberer, wenn ein anderer Hund dabei ist. Warum das so ist, konnten wir nicht ergründen. Mädels sind ihm seeeehr Willkommen, aber Jungs auch.

Sollten Sie der eine, ganz besondere Mensch sein, der einem Hund wie Emil die Chance seines Lebens geben möchte, dann nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf. Gerne können wir auch einen Besuchstermin für Emil ausmachen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hier geht es zu Emils Inserat.

 

 
Template by i-cons.ch / namibia-forum.ch
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.