"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

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Es gab fast nirgendwo mehr ein trockenes Plätzchen. Eine Kanalisation würde 5.000,00 EUR bis 6.000,00 EUR kosten. Die kostengünstigere Möglichkeit, eine Pumpe zu installieren und in den Gehegen Podeste zu schaffen, worauf die Hunde sich zurückziehen können, scheitert zum einen daran, dass das Tierheim Szentes keinen Strom hat, aber auch daran, dass das für uns zurzeit unbezahlbar ist. Das Tierheim Orosháza, das auch unter Überschwemmungen zu leiden hat, verfügt über einen Stromanschluss. Dort könnte zumindest mit der kostengünstigeren Methode Abhilfe geschaffen werden.  

Neben den gesundheitlichen Problemen, die der Aufenthalt in Szentes mit sich bringt, wie jetzt ganz aktuell die vielen Fälle von Hauterkrankungen, gibt es auch viel zu wenig Hundehütten. Das bedeutet, dass viele Hunde im kommenden Winter im Freien liegen müssen, denn auch hier fehlen uns die finanziellen Mittel.



Schweren Herzens, aber froh, bald unter die warme Dusche und in trockene Klamotten schlüpfen zu können, sind wir gegen 16.00 Uhr ins Hotel zurückgefahren. Abends haben wir uns mit Icus, Eva, Jutka und Anna vom Tierheim Orosháza zum Essen getroffen. Natürlich gab es viel zu besprechen und so wurde es dann doch recht spät, bis wir ins Bett kamen.

Am nächsten Morgen wurden uns Akela (Sam) und Maszola zum Hotel gebracht. Der Abschied des Pflegevaters von Maszola war herzzereißend. Er hat uns extra noch eine Decke für sie mit seinem Geruch mitgegeben. Im Tierheim Szentes warteten schon die reisenden Pusztahunde auf uns. Die Bernhardiner-Dame Donna war ebenfalls mit von der Partie. Kata hatte extra ein großes Auto genommen, denn bei uns wäre für Donna kein Platz mehr gewesen. Den letzten Stopp haben wir bei Kerstin und Fritz gemacht, um Donna und Lacika dort abzugeben und um Pünktchen abzuholen. Mit einer Stunde Verspätung haben wir uns auf den Heimweg gemacht, viele schöne Übergaben erlebt, um am nächsten Morgen übermüdet und erschöpft Zuhause anzukommen. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön für die Aufmerksamkeiten, den Kaffee und die belegten Brote, die uns extra an die Autobahn gebracht wurden.

Ich möchte diesen Reisebericht zum Anlass nehmen, erneut um Hilfe zu bitten. Um Hilfe für die Pusztahunde in Orosháza und Szentes. Es wird sehr viel Kraft und noch mehr Geld kosten, unsere Ziele zu verwirklichen. Aber diese armen Geschöpfe haben es sich nicht ausgesucht, geboren zu werden. Wir stehen in der Verantwortung, ihnen ihr Schicksal zu erleichtern und dafür zu sorgen, dass nicht ständig neuer Nachwuchs produziert wird. Es wird ein langer, steiniger Weg werden und es wird Rückschläge geben. Aber gemeinsam sind wir stark. Packen wir es an!

Ihre
Dagmar Sieg

 
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