"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

Regenbogenbrücke

Jenki

 
Für einen alten Schäferhund wie Jenki war es schon ein kleines Wunder, noch ein liebevolles Frauchen zu finden! Aber, Jenki hat es geschafft und gehörte dann zu seiner Familie und seinem kleines Hunderudel. Er hat es genossen, endlich geliebt und umsorgt zu werden und einfach dazuzugehören!

Leider war ihm dieses schöne Leben gerade mal 6 Monate vergönnt, dann hat er sich plötzlich auf den Weg über die Regenbogenbrücke gemacht.

Sein liebes und sehr trauriges Frauchen schreibt ihm hier:

Mein Jenki,

mein lieber, großer Junge,

nur 6 Monate waren Dir in Deinem neuen Leben vergönnt! Du hast mir alles gegeben, Deine Freundschaft, Deine Treue, Dein Vertrauen. Niemals hast Du etwas gefordert. Wo ich war, da warst Du auch. Wenn ich einen Raum verließ, Du bist mir nachgetappt. Ging ich nach oben, lagst Du am Fuß der Treppe, war ich im Keller, blockiertest Du den Kellerabgang .... Du warst friedlich in Deinem Rudel, freundlich zu anderen Menschen, besonders zu Kindern - aber Du hattest nur Augen für mich. Bedächtig bist Du Deine Gassirunden gelaufen, hast Nachrichten gelesen und hinterlassen, hast fasziniert den Pferden auf der Koppel zugeschaut. Du konntest Dich kaum von dem Schauspiel trennen, das eine Stute mit ihrem Fohlen bot. Du legtest Dich hin und gucktest und gucktest und gucktest. Hast Du geträumt, auch so zu springen und zu rennen?

Du bist so gern in der offenen Haustür oder im Gras neben der Hecke gelegen und hast beobachtet, hast auch schon mal das Gebell der anderen durch Dein tiefes "Woouuuw" unterstützt und Deinen Schritt an der Hecke entlang beschleunigt, Du stolzer, imposanter Freund. Aber am liebsten hattest Du es, bei mir im Garten zu sein und mir bei der Arbeit zuzuschauen oder Dich da hinzulegen, wo ich gerade was tun wollte. 

Es ging Dir so gut, Du hast mit Vergnügen Dein Futter verspeist, Deinen Hundekuchen genagt, auch wieder mit dem letzten Schluck aus Deinem Trinknapf die Küche unter Wasser gesetzt, bist die gewohnte Gassirunde gelaufen - Du warst wirklich angekommen, daheim.

Nur ein paar Stunden später bist Du gegangen - wir wollten Dich aufhalten, haben alles versucht.

Meine Trauer um Dich ist groß. Vielleicht wolltest Du mir aber auch einen längeren, kummervollen Abschied und eine letzte, schwierige Entscheidung ersparen. Du warst ein Geschenk für mich und ich danke Dir für jeden Tag, den Du bei mir warst.

Deine Seele soll jenseits der Regenbogenbrücke frei sein von Allem, was Dich hier quälte, behinderte und entwürdigte. Laufe, mein Junge und springe wie das Fohlen!

Leb wohl, mein großartiger, souveräner, stolzer Freund.


Wir sind sehr traurig!

Dein Pusztahunde-Team

 

 

 
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