"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

Am Freitag, den 30.September, ging es dann endlich mit dem Flugzeug von Frankfurt los nach Budapest. Nach Ankunft auf der Tanya in Helvécia kochte Fritz uns ein leckeres Gulasch, danach war eine Runde Toben mit den Hunden angesagt und natürlich wurden auch die Pferde begrüsst.

Am nächsten Morgen machten wir uns dann gleich auf nach Orosháza in das Tierheim, aufgeregt wegen der vielen Eindrücke, die uns erwarten würden. Dort angekommen wurden wir herzlich von Eva und Icus begrüsst und sogleich forderte Panna ihre Streicheleinheiten ein.

Nach einem ersten kurzen Rundgang stellten wir fest, dass in dem Tierheim unglaublich viele Hunde untergebracht sind! Die Anzahl der Hunde, die Unterbringung und die Art der Gehege sind keineswegs vergleichbar mit einem uns in Deutschland bekannten Tierheim.

Alle diese Hunde haben ihre eigene, größtenteils schreckliche Geschichte. Ein besonderes Schicksal möchten wir an dieser Stelle noch mal hervorheben. Der Schäferhund-Mischling Rexi. Er sollte totgeschlagen werden und kam mit schweren Kopfverletzungen ins Tierheim.

Wir durften ihn kennen lernen und jeder würde denken, dass dieser Hund nie wieder einem Menschen vertrauen wird. Aber das stimmt nicht! Er ist zutraulich, freundlich und hat sich sehr gefreut, als wir uns kurz mit ihm beschäftigten. Er hat die Chance bekommen, andere Menschen kennen zu lernen, Menschen, die ihm nichts Böses tun wollen! Wir würden uns wünschen, dass Rexi die Chance auf seine eigene Familie bekommt.

 

 

Die Krankenstation ist dank der vielen Spenden endlich so gut wie fertig und sie ist sehr schön geworden!

Es ist genügend Platz und Tageslicht vorhanden.

Hoffentlich kommen bei der jetzigen Aktion auch einige Spenden zusammen, damit es endlich Strom im Tierheim gibt, und somit u.a. auch die dringend notwendigen Wärmelampen in der Krankenstation zum Einsatz kommen können.


Nachdem wir uns ausgiebig umgeschaut haben und dabei ganz viele liebebedürftige und tolle Hunde kennen gelernt haben, sind wir zu Robi und Edit gefahren.

Die Beiden führen mit Leib und Seele eine Pflegestation, wo oft extreme Notfallhunde aufgenommen und gepflegt werden. Dort lernten wir wieder einige tolle Hunde kennen. Unter anderem Toklász, der im Juni mit nur 16 Kilo gefunden wurden. Er war so schwach, dass er nicht einmal mehr Schluckreflexe hatte. Mittlerweile hat er sein Idealgewicht von 40 Kilo erreicht, ist ein richtiger Schmusebär geworden und ihm steht sein neues zu Hause schon in Aussicht.

Auch die kleine Lyssa und Opa Móric wurden von Edit und Robi liebevoll aufgepäppelt und haben sich zu Wonneproppen entwickelt, die vom kuscheln nicht genug bekommen.

Hoffentlich finden alle diese Hunde irgendwann ihr richtiges zu Hause!
Nach diesem aufregendem Tag verbrachten wir noch 2 super Tage bei Kerstin und Fritz.
Für uns war es eine große Erfahrung, in die Arbeit der Tierschützer, sowohl in Ungarn als auch bei dem Projekt-Pusztahunde, einblicken zu können und wir sind beeindruckt von der Arbeit und den bisher erreichten positiven Resultaten!

Lisa Jung und Elena Reuhl


 
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