"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

 

4. Dezember

 

Tierschutz als christlicher und humanistischer Auftrag....nicht nur in der Weihnachtszeit.

 

Lange Zeit wurden Tiere als Geschöpfe zweiter Klasse betitelt. Begründet wurde diese Haltung biblisch auf der Schöpfungsgeschichte, in der der Mensch als die Krone der Schöpfung betitelt wurde. So z. B. In Gen, 1,28 : Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen“.

Doch auch die christlichen und humanistischen Wertevorstellungen entwickeln sich weiter und so hat 2016 der Papst Franziskus in seiner Umweltzyklika Laudato si deutlich und unmissverständlich dazu Stellung bezogen. Er sagte:

“ Heute sagt die Kirche nicht einfach, dass die anderen Geschöpfe dem Wohl des Menschen völlig untergeordnet sind, als besäßen sie in sich keinen Wert und wir können willkürlich über sie verfügen.“

Er verwies darüber hinaus auf den heiligen Franziskus von Assisi. Denn dieser gilt bis heute als ein christlicher Tierschützer der ersten Stunde. Er sprach von Tieren ehrfürchtig als „unsere Brüder“. So gibt es zwei berühmte Zitate von Franz von Assisi, der als katholischer Heiliger und Stifter des Franziskanerordens bis heute verehrt wird:

„ Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir, alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir. Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir, also sind sie uns gleich gestellte Werke des allmächtigen Schöpfers- unseren Brüdern.“

„ Es werden mehrere Jahrtausende von Liebe nötig sein, um den Tieren ihr durch uns zugefügtes Leid heimzuzahlen.“

Jesus bringt durch eine christlich-ethische Aussage die Uneindeutigkeit dieses Standpunktes auf einen Nenner, wenn er sagt:

„ Dem Menschen ist von Gott die Fürsorge für seine Mitgeschöpfe aufgetragen. Jegliche Grausamkeit gegenüber gleich welches Geschöpfes widerspricht grundlegend letztlich der Würde des Menschen.“

Auch wenn wir große Erfolge verzeichnen können mit unserer Tierschutzarbeit, so ist es doch gefühlt manchmal wie ein endloser David gegen Goliath. Ermutigung, immer weiter aufzustehen und sich einzusetzen für unsere lieben tierischen Brüder und Schwester können wir auch bei Franz von Assisi finden, wenn er sagt:

„ Gegen die Nacht können wir nicht ankämpfen, aber wir können ein Licht anzünden.“

Dieser Vergleich passt oftmals sehr gut, denn es ist doch oft so, dass es darum geht ein Zeichen zu setzen – ja, etwas anders zu machen – ja, sich für ein Tier aus dem Tierschutz zu entscheiden – ja, vielleicht keinen Welpen zu nehmen sondern ein älteres/krankes Tier. Ja, ein Licht zu sein in der Dunkelheit.

Franz von Assisi sagt, dass es Gottes Wunsch ist, dass wir den Tieren beistehen, wenn sie Hilfe bedürfen. Denn ein jedes Wesen in Bedrängnis hat das gleiche Recht auf Schutz.

Und so können wir alle gemeinsam so viel erreichen und so viele Lichter anzünden für unsere wundervollen Tiere, denn echte Menschlichkeit hört doch nicht beim Tier auf sondern fängt dort an, wo andere sich eben nicht selbst helfen können sei es ein Mensch oder Tier.

Auch an dieser Stelle ermutigt uns Franz von Assisi mit den Worten:

„ Tu zuerst das Notwendige, dann das Mögliche und plötzlich schaffst du das Unmögliche!“

So wünsche ich uns allen wunderbare lichtvolle Weihnachten.

 

Lisa und das Projekt- Pusztahunde Team.

 


 

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