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Tomi - Ein schwieriger Fall


26.03.2024
Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,

unser "kleiner" Tomi war ein schwieriger Fall im Tierheim Orosháza. Er wurde schwer verletzt aufgefunden und gepäppelt bis es ihm körperlich wieder gut ging. Aber Tomis Seele hatte schwer gelitten. Das war etwas, was nicht mal eben so einfach mit medizinischer Behandlung und gutem Futter wieder gut zu machen war. Tomi kam im Tierheim so überhaupt nicht klar. Er litt sehr unter der Einsamkeit und der Langeweile. Fast 10 Monate musste er im Tierheim ausharren bis seine Rettung nahte. Wie es dem kleinen Tomi seitdem ergangen ist, erfahrt ihr, wenn ihr weiter lest.

Tomi wurde im Sommer 2020 auf einem verwilderten Grundstück gefunden. Da war er vielleicht 8 oder 9 Monate alt. Er lag dort bewegungslos und konnte nur noch seinen Kopf heben. Seine Hinterbeine waren schwer verletzt und sein Schwanz, von dem mindestens die Hälfte fehlte, war blutig. Es war nicht klar, wie er sich verletzt hatte. Seine Wunden waren infiziert und verbreiteten einen entsetzlichen Gestank. An dem einen Bein war der Pfotenballen komplett abgerissen, bei dem anderen Bein fehlte ein Stück des Ballens.

Unser Tomi war nicht mehr weit davon entfernt, einen einsamen und grausamen Tod zu sterben. Unser armer Bub wurde natürlich sofort dem Tierarzt vorgestellt. Er bekam Infusionen und seine Wunden wurden desinfiziert. Über Wochen mussten seine Füße behandelt werden, um sich vollständig zu regenerieren.

Die Tierheim-Mitarbeiter beobachteten sein Verhalten in den langen Wochen, die er in der Krankenstation verbringen musste, genau und kamen letztendlich zu dem Schluss, dass Tomi sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit selber verletzt hatte. Wahrscheinlich wurde er unter schrecklichen Bedingungen gehalten und fügte sich schließlich aus Angst, Einsamkeit, Langeweile, Lethargie oder Verzweiflung diese schlimmen Verletzungen selber zu. Als er fast am Ende war, schmissen seine Besitzer ihn in ein Gebüsch, um ihn aus den Augen zu bekommen.

Leider zeigte Tomi die Tendenz zur Selbstverletzung auch hin und wieder im Tierheim. Wenn niemand Zeit für ihn hatte, fiel er in alte Verhaltensmuster zurück. Deshalb war er ein echter Notfall im Tierheim. Seine Vermittlung ein schwieriger Fall, denn er brauchte Menschen, die viel Zeit für ihn haben würden und auch Lust, seine große Energie in die richtigen Bahnen zu lenken.

Nach 10 Monaten meldete sich eine sehr junge Dame für Tomi. Die jungen Leute haben ja oft nicht viel Zeit. Einen eigenen Hund hatte sie auch noch nie. Aber die junge Dame, die heute die glückliche Besitzerin vom noch glücklicheren Tomi ist, konnte alle meine Bedenken ausräumen, denn sie arbeitet viel von Zuhause aus und die Mama wohnt die Straße runter, für den Fall, dass sie doch mal außer Haus ist. Lust auf ganz viel Action mit Hund hatte sie auch. Also konnte Tomis Reise ins Glück beginnen.

Tomi wurde umbenannt in Flocky und Hund mit neuem Namen und Frauchen starteten durch. Gemeinsame Freizeit, Reisen, Agility und Begleithunde-Training. Flocky macht alles begeistert mit und ist bei allem ein Streber. Vor ein paar Tagen haben die Beiden als bisherigen Höhepunkt in ihrer Aktiv-Karriere die Begleithundeprüfung bestanden. Mit 57,5 Punkten von 60. Sie waren die besten von allen Prüflingen. Herzlichen Glückwunsch! Ein super Team seid ihr. Wie stolz der Bub ausschaut!

Hier kommen noch ein paar Bilder aus Flocky Leben, dem perfekten Leben für unseren "schwierigen Fall":

Für alle, die jetzt auf die Idee kommen, dass sie auch so einen tollen und wunderschönen Hund mit Husky-Anteilen haben möchten, der so clever und agil ist...lasst euch sagen, dass hinter der Leichtigkeit der Bilder viel Arbeit steckt. Ohne Fleiß kein Preis. Müßiggang honorieren Hunde wie Flocky nicht. Man muss immer ein bisschen schlauer sein als sein schlauer Hund und immer Lust auf Spiel, Spaß und Lernen haben...auch wenn man keine Lust hat. Kann auch ganz schön anstrengend sein. Aber für Flocky und sein Frauchen hat sich die Sache gelohnt. Sie sind zu einem großartigen Team zusammengewachsen. Macht weiter so. Wahrscheinlich dürfen wir dann bald sagen...Flocky, der Pusztahund aus Orosháza, ist Bezirksmeister ...was sage ich....Landesmeister!!!! im Agility!!!!

Und wenn nicht...habt einfach viel Spaß miteinander.

Herzlichst, eure Nicole aus dem Pusztahunde-Team

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  • Gyopi ist versorgt und befindet sich bereits in einer Tierpension in Norddeutschland.

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  • Kacat befindet sich auf einer Pflegestelle in Deutschland.

  • Jimbo hat bereits ein neues Zuhause gefunden.

  • Simon durfte bereits in ein eigenes Zuhause reisen. Seine Spenden gingen auf James Bond über.

  • Himba durfte direkt in sein neues Zuhause reisen. Seine Spenden gingen auf Derek (400€) und Venezia (500€) über.

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    Spendenbarometer


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      Im von uns betreuten Tierheim Orosháza befinden sich einige Hunde, die wir als „Geisterhunde“ bezeichnen, weil sie für Außenstehende bisher komplett unsichtbar geblieben sind.
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